Einzelhandel im Hochtaunuskreis weiter ausbaufähig

25.11.2011

Vielfalt belebt, das gilt vor allem für die Innenstädte des Hochtaunuskreises. „Alle Kräfte sollten gebündelt werden, um die Einzelhandelsstruktur in den Kommunen weiter zu stärken. Dazu gehört insbesondere, die Trends des Einzelhandels im Hochtaunuskreis aufzugreifen und die positiven Effekte zu nutzen, die sich aufgrund der überdurchschnittlichen Kaufkraft ergeben“, sagte Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main, anlässlich der Vorstellung der neuen IHK-Studie „Branchenporträt Einzelhandel im Hochtaunuskreis“ heute in Bad Homburg.

„Die Kommunen des Hochtaunuskreises brauchen eine Antwort darauf, dass die Verkaufsflächen und der Filialisierungsgrad weiter wachsen werden. Zudem werden sich die Konsumgewohnheiten und -ansprüche weiter verändern, da die Bevölkerung des Kreises schrumpft und immer älter wird. Geschätzt wird, dass in den nächsten Jahrzehnten weniger Menschen im Taunus leben werden. Auch diese Entwicklungen müssen die Einzelhandelskonzepte der Kommunen berücksichtigen“, sagte Horst-Günter Döll, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, seien künftig vor allem der Ausbau des gastronomischen Angebots und die Sicherung der Nahversorgung gefragt. Zwar hätte sich die Versorgungssituation insbesondere in Glashütten, Schmitten und Weilrod durch die Etablierung und Erweiterung von Supermärkten deutlich verbessert. In weniger besiedelten Ortsteilen seien jedoch immer noch ergänzende Konzepte notwendig.

„Eine vielfältige Einzelhandels- und Gastronomiestruktur erhöht die Aufenthaltsqualität in Innenstädten erheblich. Zudem sorgt sie dafür, dass weniger Kaufkraft abfließt“, sagte Horst Platz, Vizepräsident der IHK Frankfurt. Deutlich werde dies beispielsweise in Friedrichsdorf. Ein großer Teil der überdurchschnittlichen Kaufkraft fließe in die umliegenden Städte ab. Die Einzelhandelszentralität, die angibt, wie viel Kaufkraft am Standort bleibt, ist in den vergangenen fünf Jahren von über 75 auf unter 60 Prozent gesunken. „Wir gehen jedoch davon aus, dass die Bebauung des Milupa-Geländes wieder zu einer Steigerung der Attraktivität Friedrichsdorfs beitragen wird“, sagte Platz.

Vor diesem Hintergrund betonte Dr. Freundt, dass der Hochtaunuskreis „mehr mit seinen Pfunden wuchern sollte.“ Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft liegt rund 27 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Statistisch verfügt jeder Einwohner des Hochtaunuskreises jährlich über durchschnittlich 6.465 Euro.

Die aktuelle IHK-Studie zeigt, dass vor allem Bad Homburg über äußerst attraktive und vielseitige Einzelhandelsangebote verfügt. Der Einzelhandelsumsatz 2010 lag dort bei rund 287 Millionen Euro und war damit der höchste im gesamten Kreis gefolgt von Oberursel, Usingen und Friedrichsdorf.

Das aktuelle „Branchenporträt Einzelhandel des Hochtaunuskreises“ steht hier zum kostenlosen Download bereit.

 

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