Frankfurter Umweltzone: Ran an die grünen Plaketten

29.12.2011

Mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg muss jeder Gewerbetreibende rechnen, der ab 1. Januar 2012 ohne grüne Plakette das Frankfurter Stadtgebiet befährt und keine Ausnahmegenehmigung hat. „Bislang haben immerhin noch neun Prozent der in Frankfurt zugelassenen Pkws und 34 Prozent der Lkws keine grüne Plakette. Sofern möglich sollten diese Fahrzeuge schnell nachgerüstet werden, zum Beispiel mit einem Rußpartikelfilter für Dieselfahrzeuge, denn die Frankfurter Stadtpolizei darf auch den ruhenden Verkehr auf Verstöße gegen die Plakettenpflicht im Gebiet der Umweltzone ahnden“, sagt Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main. Die Plaketten gibt es bei amtlichen Prüfstellen, bei zur Abgasuntersuchung berechtigten Kfz-Betrieben, Kfz-Zulassungsbehörden sowie in allen Frankfurter Bürgerämtern.

Von der Plakettenpflicht generell befreit sind beispielsweise mobile Maschinen, Geräte und Arbeitsmaschinen. Zudem können Unternehmen im Einzelfall Ausnahmegenehmigungen beantragen, etwa wenn die Nachrüstung nicht möglich oder eine Ersatzbeschaffung wirtschaftlich nicht zumutbar ist und es sich dabei um Fahrten zur Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern oder Dienstleistungen handelt. Im Unterschied zur Ausnahmegenehmigung gilt die Plakette auch in allen anderen deutschen Umweltzonen.

Die Wirksamkeit der Umweltzone im Frankfurter Stadtgebiet stuft die IHK Frankfurt am Main als gering ein. „Die Feinstaubbelastung ist immer noch hoch, wie die Messstation in der Friedberger Landstraße zeigt. Die grüne Plakette ist daher kein Allheilmittel für saubere Luft in Frankfurt. Für Unternehmen bedeutet sie jedoch erhebliche finanzielle Belastungen“, sagt Dr. Freundt.

 

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