Zukunftsfähiger Börsenbetreiber vom Finanzplatz Frankfurt aus

01.02.2012

 

 

Nach der Absage der geplanten Fusion der Deutsche Börse AG und der New York Stock Exchange hat die Deutsche Börse nun eine neue Etappe in der Entwicklung zu einem zukunftsfähigen Börsenbetreiber mit Verankerung am Finanzplatz Frankfurt vor sich. „Auch nach der Absage der Fusion bleiben die Deutsche Börse einer der international herausragenden Börsenbetreiber und Frankfurt der führende Finanzplatz in Kontinentaleuropa“, sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. „Unter Beachtung der wettbewerbsrechtlichen Vorgaben müssen diese Positionen nun weiter entwickelt werden.“

 

„Die Entscheidung der EU-Kommission hat ein unternehmerisches Vorhaben gestoppt, das für den Finanzplatz Frankfurt große Chancen beinhaltet hätte“, kommentierte Dr. Lutz Raettig, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Er bedauere, dass die Deutsche Börse nun nicht Teil eines neuen, weltweit führenden Börsenbetreibers werde.

 

Bei der Vorbereitung der geplanten Fusion hatte die Deutsche Börse die Forderung der IHK nach einer institutionellen Verankerung von wichtigen Unternehmensfunktionen in Frankfurt am Main weitgehend aufgenommen. Die Geschäftsordnungen von Verwaltungsrat und Vorstand sahen eine gleichartige Funktionsverteilung zwischen Frankfurt und New York vor, wodurch die Vorteilseffekte für die jeweiligen Börsenstandorte gesichert werden sollten.

 

„Die Internationalisierung bleibt mit Blick auf den sich verschärfenden Wettbewerb ein strategisches Thema für die Deutsche Börse“, sagte Dr. Müller weiter. Das Know-how der Börse im Derivate­bereich oder bei den Handelssystemen steht insbesondere im asiatischen Raum hoch im Kurs. „Hiervon kann Frankfurt als Entwicklungsstandort für exportierbare Börsenprodukte profitieren.“

 

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