Mehr Ausbildungsverträge bei hessischen IHK-Unternehmen – gute Chancen auch ohne Abitur

21.03.2012

Im Ausbildungsjahr 2010/2011 haben die hessischen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen ihre Ausbildungskapazitäten erneut gesteigert. Mit 25.630 neuen Verträgen nahmen sie über vier Prozent mehr junge Menschen in ein Ausbildungsverhältnis auf als im Berichtsjahr 2009/2010. Im Vergleich zu 2004, dem ersten Jahr des Hessischen Ausbildungspakts, liegt der Zuwachs an Erstverträgen sogar bei 13,7 Prozent.

Fast zwei Drittel der jungen Auszubildenden in Hessen lernen bei Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, nur ein Drittel davon hat Abitur. „Längst ist nicht mehr das Abitur die Eintrittskarte in die duale Berufsausbildung“, erläuterte Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Präsident der IHK Frankfurt am Main. Angesichts der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt seien die Perspektiven für Schulabgänger hervorragend: „Jeder Schulabgänger mit einem passablen Zeugnis und konkreten Berufsvorstellungen hat beste Aussichten auf einen Ausbildungsplatz bei einem IHK-Unternehmen“.

Die hessischen IHKs appellieren daher an die jungen Menschen, sich schon jetzt um einen Ausbildungsplatz zu bewerben, denn im Frühjahr ist die Auswahl an Berufen und Unternehmen besonders groß. Insbesondere bei den kaufmännischen Berufen werden schon viele Ausbildungsplätze angeboten, so zum Beispiel für angehende Kaufleute Groß- und Außenhandel oder für Fachinformatiker/-innen.

Parallel zum Anstieg der Ausbildungsverträge sank die Zahl der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Bewerbern um zwei Prozent. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahrs im September 2011 kamen auf jeden zu diesem Zeitpunkt noch nicht vermittelten Bewerber vier offene Stellen – im Jahr 2010 waren es noch 2,5 Stellen. Während damit für Bewerber goldene Zeiten anbrechen, stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung Fachkräftemangel: Der IHK-Fachkräftemonitor prognostiziert für Hessen durchschnittlich über 100.000 fehlende Fachkräfte pro Jahr. Davon fehlen weit über 80 Prozent aus dem nicht-akademischen Bereich – also Menschen, die eine Berufsausbildung absolviert haben.

Dr. Müller wies darauf hin, dass die duale Berufsausbildung auch dank zahlreicher, qualitativ hochwertiger Weiterbildungsmöglichkeiten eine gute Einstiegschance in eine berufliche Karriere ist: „Beispiele hierfür sind die Weiterbildung zum Fachwirt oder zum Industriemeister sowie die Zugangsberechtigung zum fachgebundenen Hochschulstudium, die dank einer Berufsausbildung möglich ist“.


 

 

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