IHK Frankfurt begrüßt Vorschlag zur Straffung der Organisationsvielfalt in der Region

23.03.2012

Die Schaffung einer Holdingstruktur mit den Kernbereichen Wirtschaft, Kultur, Freizeit und Verkehr, die der Direktor des Regionalverbands Ludger Stüve am Donnerstag Abend im Rahmen der Vollversammlung der IHK Frankfurt vorstellte, fand bei der Wirtschaft große Zustimmung. „Wir stimmen darin überein, dass sich der Erfolg der künftigen Metropolregion im nationalen und internationalen Wettbewerb daran entscheiden wird, wie koordiniert und schlagkräftig FrankfurtRheinMain auf diesen zentralen Zukunftsfeldern agieren kann“, sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Denn die in diesen Bereichen bestehenden Aufgaben würden derzeit von einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure, Gesellschaften und Vereine wahrgenommen. „Diese Strukturen führen dazu, dass es zu viele Reibungsverluste in der Region gibt. Hier sehen wir daher Optimierungspotenzial. Eine Holdingstruktur, wie sie von der Wirtschaft erstmals vor zwei Jahren vorgeschlagen wurde, ist sicherlich ein guter Lösungsansatz “, betonte der IHK-Präsident. Die von Stüve vorgestellte Zusammenführung der verschiedenen Organisationen in einem Haus der Region begrüßte er ausdrücklich. Die Wirtschaft werde sich als beratendes Mitglied dafür einsetzen, dass die gemeinsamen Pläne im Regionalverband Anklang finden.

Stüve machte in seiner Rede deutlich, dass das bestehende Konglomerat an Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Wirtschaftsinitiativen und Verbänden bei Kommunen für eine wenig effiziente und nutzenstiftende Wirtschaftsförderung sorge. Mehr Schlagkraft könne hingegen eine Wirtschaftsförderung bieten, die für alle Mitglieder in gleicher Weise tätig sei und gleichzeitig qualifizierte Standortanfragen in den Wettbewerb der Kommunen gebe. „So könnten Einsparpotenziale bei gleichzeitig höherem Nutzen erzielt werden“, betonte Stüve.

Auch im Kernbereich Verkehr sieht er Verbesserungsbedarf mit dem Ziel, die Verkehrsinfrastruktur in FrankfurtRheinMain zu stärken und damit die Prosperität in der Region zu sichern. In diesem Zusammenhang machte Dr. Müller deutlich, dass die Wirtschaft die Priorisierung regional wichtiger Verkehrsprojekte angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen als entscheidenden Faktor ansehe. Die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur dürfe dabei weder an Bezirks- noch an Landesgrenzen Halt machen.

Darüber hinaus sieht der neue Direktor des Regionalverbands im Kernbereich Kultur Bedarf zur Straffung der Organisationsstruktur. Mögliche Anknüpfungspunkte seien hier die Zusammenführung von Kulturfonds und Kultur GmbH. Das Haus der Region sieht Stüve als gemeinsamen Standort für die beiden Kernbereiche Kultur und Freizeit.

Angesichts der weitreichenden Reformvorschläge des neuen Regionalvorstands zeigte sich der IHK-Präsident zuversichtlich, dass FrankfurtRheinMain neue Fortschritte machen werde. „Wir sind auf einem guten Weg und sollten diesen unbeirrt fortsetzen.“

 

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