IHK kritisiert die geplante Einführung einer Bettensteuer in Frankfurt

30.04.2012

 

 

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main warnt davor, in der Stadt Frankfurt eine Bettensteuer einzuführen. „Von der Einführung einer solchen Steuer wäre die Tourismusbranche negativ betroffen und die Stellung der Stadt Frankfurt im Standortwettbewerb geschwächt“, sagte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main. „Die Konkurrenz in der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist so groß, dass sich die Stadt Frankfurt einen solchen Wettbewerbsnachteil für die Tourismusbranche nicht leisten kann“, erklärte Gräßle.  Insbesondere Geschäftsreisende und Wochenendbesucher würden abgeschreckt. Darüber hinaus hätte eine solche Abgabe auch Auswirkungen auf die Gastronomie und den Einzelhandel. Dabei sorgten gerade diese Branchen für hohe Umsätze in der Stadt.

 

Die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt will 2013 als Reaktion auf die angespannte Haushaltslage der Stadt eine sogenannte Bettensteuer auf Übernachtungen in Frankfurt einführen.

 

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Übernachtungen in Frankfurt um mehr als 20 Prozent gestiegen. Insbesondere ausländische Reisende haben daran einen hohen Anteil. Frankfurt ist damit in Deutschland nach den Städten Berlin und München eine der wichtigsten Destinationen für Reisende.

 

Die IHK Frankfurt am Main begrüßt hingegen, dass die Stadt Frankfurt von einer Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes absieht. „Mit einer Gewerbesteuer von 460 Prozent gehört Frankfurt heute ohnehin schon zu den teuersten Städten in Deutschland. Eine Anhebung des Gewerbesteuer-Hebesatzes würde das Risiko der Verlagerung von Unternehmen ins gewerbesteuerlich günstigere Umland von Frankfurt erhöhen“, so Gräßle.

 

Ansprechpartner

Anne Stephanie Waldeck Unternehmenskommunikation stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: 069 2197-1584 Fax: 069 2197-1488

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488