Die Region FrankfurtRheinMain braucht einen Ansprechpartner

21.05.2012

 

Wie viele Wirtschaftsförderungsgesellschaften die Region FrankfurtRheinMain für eine effizientere Arbeit benötigt, das war eine der zentralen Fragen des zweiten Panels „Haus der Wirtschaft – Neuordnung der Wirtschaftsförderungsgesellschaften“ am Montag bei der Global Business Week in der IHK Frankfurt am Main. Dabei waren sich alle Podiumsvertreter aus Wirtschaft und Politik einig, dass eine Straffung der Vielfalt der Institutionen zielführend für FrankfurtRheinMain als Wirtschaftsstandort ist.

In diesem Zusammenhang wies Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, darauf hin, dass weder Experten noch Unternehmen den derzeitigen Dschungel der wirtschaftsfördernden Initiativen in der Region kennen. Eine Straffung der organisatorischen Vielfalt hält er für dringend geboten, ebenso wie Prof. Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender des Vorstands der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V. Er betonte, dass die Region nach außen als Einheit erkennbar sein müsse, um ihre Aufgaben – Bestandspflege und Ansprache von potenziellen Investoren – effizient und im Sinne von FrankfurtRheinMain wahrnehmen zu können.

Dabei machte er zugleich darauf aufmerksam, dass vor allem kleinere Städte und Gemeinden von einem solchen zentralen Ansprechpartner profitierten. „Die Kommunen erhalten so die Chance, weltweit als Teil von FrankfurtRheinMain erkannt zu werden“, sagte Bender. Auch Partsch machte deutlich, dass eine Institution wie FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region unabdingbar für die Region ist. Denn die Institution kommuniziere die Leistungsfähigkeit der Region und Teile von ihr in der gesamten Welt. Er appellierte an Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister von Wiesbaden, wieder Mitglied dieser Organisation zu werden. Gleichwohl, so unterstrich Partsch, stünde die lokale Wirtschaftsförderung bei der Konsolidierung der Institutionenlandschaft nicht zur Disposition. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Region sei es ihre Aufgabe, Betriebe zu unterstützen, zum Beispiel bei der Suche von Gewerbeflächen.

Vor dem Hintergrund der Debatte über die Straffung der Institutionenvielfalt appellierte Steffen Saebisch, Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium, sowohl an die Wirtschaft als auch an die kommunale Politik sich in den nächsten Jahren nicht mit Zuständigkeitsfragen, sondern mit den Megatrends unserer Zeit zu beschäftigen. „Im Fokus sollten konkrete Projekte und weniger Debatten über die Institutionenlandschaft stehen.“ Ausdrücklich lobte er die Entstehung des House of Logistics and Mobility in Frankfurt und des House of IT in Darmstadt.

Auch Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank hob hervor, dass die Region aufgrund von Kooperationen bereits einige Erfolge vorzuweisen habe. Dazu zählte zum Beispiel der gemeinsame Stand der Region auf der Münchner Messe Expo Real, bei dem die Städte von FrankfurtRheinMain ihre Leistungsfähigkeit und ihre Vorzüge präsentierten. In diesem Zusammenhang machte er explizit darauf aufmerksam, dass in der Region ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten bestehe. „Man gönnt dem Nachbarn Erfolge.“ Zudem sei dieses Vertrauen wiederum Voraussetzung dafür, dass man auf Augenhöhe zusammenarbeiten könne.

 

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