Industrie und Politik einig: Frankfurt starker Industriestandort
Flächenbedarf und Energiesicherheit drängendste Probleme

06. Juni 2012

 

Frankfurt profitiert von seiner starken Industrie. Dies wurde bei der heutigen Pressekonferenz zur zweiten „Langen Nacht der Industrie“ der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main deutlich.

 

„Die IHK will mit dieser Initiative ihren Mitgliedsunternehmen die Chance eröffnen, den Menschen der Region zu zeigen, wie Industrie arbeitet. Zudem möchten wir die Akzeptanz für Industrieunternehmen in der Region erhöhen. Es soll deutlich werden, dass das Bild der qualmenden und stinkenden Schlote veraltet ist. Vielmehr wird den Besuchern vor Augen geführt, dass hier moderne Technologien eingesetzt und saubere Arbeitsplätze angeboten werden“, erklärte Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, zum Auftakt der Pressekonferenz.

 

 „Einen starken Wirtschaftsstandort wie Frankfurt am Main macht die gute Mischung aller Branchen aus. Es ist wichtig, dass es neben dem Banken- und Dienstleistungssektor auch produzierende Gewerbebetriebe gibt, die zugleich viele Arbeitsplätze bedeuten und für Wohlstand und Beschäftigung in der gesamten Region stehen. Die ‚Lange Nacht der Industrie‘ zeigt die Bedeutung dieser Branche auf spannende Weise auf.“ Mit diesen Worten unterstützte Markus Frank, Stadtrat der Stadt Frankfurt am Main, den Einsatz der IHK für die Akzeptanz der Industrie.

 

„Die ‚Lange Nacht der Industrie‘ bietet die außergewöhnliche Möglichkeit, eine Entdeckungsreise durch die Industrieregion FrankfurtRheinMain zu unternehmen und Betriebe oder Produktionsanlagen zu besichtigen, die üblicherweise nicht öffentlich zugänglich sind. Industrie ist faszinierend – ich bin sicher, dass die Teilnehmer viele interessante und überraschende Eindrücke mit nach Hause nehmen werden. Die industrielle Wertschöpfung ist nach wie vor unverzichtbar für Wohlstand und Beschäftigung in der Wirtschaftsregion FrankfurtRheinMain. Gerade die jüngste Finanzkrise hat gezeigt, wie wichtig die Industrie in der Region ist. Die ‚Lange Nacht der Industrie‘ soll auch dazu dienen, diese Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung zu verdeutlichen“, sagte Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst und Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK Frankfurt am Main.

 

„Die Zahl der teilnehmenden Betriebe erhöhte sich  in diesem Jahr um fast 30 Prozent und es gingen auch circa 25 Prozent mehr Anmeldungen interessierter Bürger im Vergleich zum Vorjahr ein. Das zeigt, dass die Veranstaltung mit Begeisterung aufgenommen wird und ein echter Bedarf von Seiten der Industrieunternehmen und der Bürger besteht, aufeinander zuzugehen“, sagte Jürgen Henke, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur prima events, die die „Lange Nacht der Industrie“ organisiert. 

 

„Die Industrie kann in unserer Metropolregion auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Die IHK Frankfurt hat dazu bereits 2010 einen Katalog von Handlungsempfehlungen für die Politik formuliert“, gab Dr. Müller zu bedenken. Wichtig sei insbesondere, dass die Industrie mehr Akzeptanz für ihre Standorte und Projekte benötige. „Die öffentliche und politische Auseinandersetzung um das Feinkohlestaubkraftwerk auf dem Industrieparkgelände in Fechenheim zeigt den Handlungsbedarf hierzu auf.“ Darüber hinaus sei der Mangel an Entwicklungsflächen für Industriebetriebe außerhalb der Industrieparks ein zentrales Handlungsfeld. Denn nicht jedes produzierende Unternehmen könne oder wolle sich in Industrieparks ansiedeln. Besonders wichtig sei das Thema Energie. „Auch in Zeiten der Energiewende ist eine sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Wettbewerbsfähigkeit gerade des produzierenden Gewerbes unerlässlich. Doch stoßen industrielle Vorhaben zur Schaffung mehr dezentraler Strukturen immer wieder auf Widerstand in der Bevölkerung. Neben einem klaren politischen Commitment bedarf es hier natürlich auch der offenen und rechtzeitigen Kommunikation durch die Unternehmen“, erklärte Dr. Müller weiter.

 

Die zweite „Lange Nacht der Industrie“ wird am 12. Juni 2012 stattfinden. Zum ersten Mal beteiligen sich auch Unternehmen aus den Bezirken der IHKs Gießen-Friedberg, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Darmstadt.

 

Insgesamt 21 Unternehmen präsentieren sich einer interessierten Öffentlichkeit. Dabei nutzen sie die Gelegenheit, mit potenziellen neuen Mitarbeitern in Dialog zu treten und sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.

 

Alle Informationen über die „Lange Nacht der Industrie“ in Frankfurt am Main sowie einen Überblick über die teilnehmenden Industrieunternehmen gibt es unter: http://www.langenachtderindustrie.de/naechte/frankfurtrheinmain-12.

 

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