Strategie zur Kulturförderung in der Metropolregion

28.06.2012

 

 

Wirtschaft und Politik sind sich einig: die richtige Strategie zur Kulturförderung in der Metropolregion ist das Zusammengehen von Kulturregion und Kulturfonds. Dies wurde anlässlich einer Rede von Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises, zum Thema „Kultur in der Region FrankfurtRheinMain – Perspektiven regionaler Zusammenarbeit“ deutlich. Vor der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die am Mittwoch im Landratsamt des Hochtaunuskreises tagte, plädierte Krebs für die Zusammenlegung der beiden wichtigsten Gesellschaften zur Kulturförderung auf regionaler Ebene. „Kulturregion und Kulturfonds sind die beiden maßgeblichen Gesellschaften auf regionaler Ebene, die hier in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen gute Arbeit machen. Dies ist der Ausgangspunkt, um deren Arbeit zu bündeln und nach Möglichkeit unter ein gemeinsames Dach zu führen.“

 

Die große Herausforderung bestehe darin, weitere Kommunen und Landkreise davon zu überzeugen, dass sich regionales Engagement für die Kultur lohne, erläuterte Krebs sein Anliegen. „Falls es uns gelingt, wenn nicht die ganze Region, so doch vielleicht zumindest den Ballungsraum zum Mitmachen zu bewegen, dann kann die Beitragslast für die einzelne Kommune halbiert werden, und schon mit diesem halbierten Satz könnte die Arbeit beider Gesellschaften finanziert werden.“ Die Kommunen dürften in ihrem Engagement für die Region nicht durch das Land alleine gelassen werden. Auch von Seiten der Wirtschaft wäre eine höhere Beteiligung wünschenswert, so Krebs vor den Vertretern der regionalen Wirtschaft.

 

Von regionaler Kulturarbeit profitierten alle, und deshalb sei ein „Kirchturmdenken“ nicht angebracht, betonte Krebs. „Wenn die regionalen Gesellschaften zum Beispiel eine Ausstellung in Frankfurt fördern, dann ist das auch ein wichtiges Angebot für die Menschen im Hochtaunuskreis oder im Main-Taunus-Kreis, die ja ganz selbstverständlich am Kulturleben in Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden teilnehmen. Regionale Kulturpolitik kann sich also nicht darauf beschränken, dass jeder versucht, möglichst viel für seine Kommune, für seinen Sprengel herauszuholen. Das würde zu kurz greifen“, so Krebs.

 

Aus Sicht der Wirtschaft im IHK-Bezirk betonte IHK-Präsident Dr. Mathias Müller das Interesse an einer Bündelung der Kulturarbeit. „Die IHK ist ein aktiver Begleiter der Kulturorganisationen in FrankfurtRheinMain. Der Kulturstandort FrankfurtRheinMain ist ein wichtiger Baustein bei der weiteren Entwicklung der Metropolregion. Unternehmen und Unternehmerfamilien sind als Gründer von Kultur-Stiftungen, als Sponsoren von kulturellen Ereignissen engagiert und mittelbar auch durch die Gewerbesteuer an der Finanzierung der Kultur beteiligt.“

 

„Ich bewerte die Arbeit des Kulturfonds und der Kulturregion sehr positiv. Der Standortfaktor Kultur sollte auf eine ganz breite Grundlage gestellt werden. Daher wünsche ich mir, dass noch mehr kommunale Körperschaften diesen Einrichtungen als Mitglied beitreten. Praktisch gesagt bedeutet das,  dass die Organisationen von Kulturfonds und Kulturregion immer mehr gemeinsam ihre Zwecke verfolgen sollten. Aus meiner Sicht wäre es ratsam, wenn sich die verschiedenen Handlungsstränge bei der Einrichtungen bald zusammenfinden und am Ende eine gemeinsame Strategie für die Förderung der Kultur in der Metropolregion umgesetzt wird“, schloss sich Dr. Müller den Ausführungen von Landrat Krebs an.

 

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