OB Feldmann und IHK-Präsident Dr. Müller im Austausch zu Schwerpunkten der Wirtschaftspolitik

06.09.2012

 

Zu einem Austausch über aktuelle Anliegen der Wirtschaft und grundsätzliche Überlegungen des Frankfurter Stadtoberhaupts zur Wirtschaftspolitik haben sich in dieser Woche Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und der Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Dr. Mathias Müller, getroffen. In dem Gespräch wurden einige Handlungsfelder identifiziert, in denen gemeinsame Zielsetzungen bestehen.

 

Insbesondere zu den Themen Bildung, Wohnen und Internationalität stellten die Gesprächspartner Anliegen heraus, die aus ihrer Sicht für die Positionierung und Weiterentwicklung von Frankfurt von Bedeutung sind. Bei der Bildung stellt der Übergang von der Schule in die Berufswelt für junge Menschen einen Schritt dar, der besser vorbereitet werden kann. Feldmann sprach sich für eine Ausweitung von Schulprojekten aus, um die Schüler schon eine ganze Zeit vor der Abschlussklasse mit der Arbeitswelt vertraut zu machen. Dadurch werde eine Ausrichtung der Erwartungen der Schüler an die berufliche Wirklichkeit möglich, was auch für Unternehmen von Nutzen sei. Feldmann sagte, er hoffe auf Unterstützung der Schulen und der Unternehmen für solche Praxistage.

 

Günstiges Wohnen ist für Fachkräfte ein wichtiger Standortfaktor. Ein Anliegen des Oberbürgermeisters ist es, durch entsprechende Instrumente bei den städtischen Wohnungsgesellschaften hierfür bessere Voraussetzungen zu schaffen. Ebenso sollen ausreichend große Baugebiete mit Nachbarkommunen sowie Bauprojekte in Verbindung von privaten und öffentlichen Trägern entwickelt werden. IHK-Präsident Dr. Müller betonte, dass das Mietniveau ein wesentlicher Faktor für den Zuzug von dringend benötigten Fachkräften ist. Er erinnerte daran, dass sich die IHK für eine gut abgestimmte Verbindung von Wohn- und Arbeitsstätten einsetzt. Ebenso sei eine soziale Durchmischung von Stadtvierteln ein geeigneter Weg, der auch die Probleme von Sozialbau-Siedlungen, die in anderen Städten entstanden seien, vermeiden helfe.

 

Die Internationalität von Frankfurt drückt sich sowohl in der großen Zahl der Niederlassungen ausländischer Firmen aus wie auch in dem hohen Anteil von Bürgern mit Migrationshintergrund. Feldmann und Dr. Müller zeigten sich einig darin, dass die internationale Prägung der Bevölkerung der Stadt ein Vorteil sei, den es zu nutzen gilt. Positiv sei die Pflege der bestehenden Unternehmen am Standort; hinzukommen müsse ein stärkeres und besser koordiniertes Werben um Ansiedlung von ausländischen Firmen. Dafür brauche die Region in der Außenwirtschaftsförderung „eine Telefonnummer“, pflichtete Feldmann den Forderungen der IHK bei.

 

Aus Sicht von Feldmann diente das Gespräch einer ersten Annäherung an eine Politik, die er gemeinsam mit der Wirtschaft umsetzen wolle. Unter anderem wolle er den hohen Stellenwert der Stadt im Ausland mit einer neuen Dynamik intonieren. „Meine erste Auslandsreise geht am 16. September in die Türkei und damit absichtlich in ein Land, zu dem für viele Frankfurter Bürger und Unternehmer eine starke Verbindung besteht. Hier wollen wir als erstes ausloten, in welcher Weise die Potenziale der Internationalität der Stadt weiter ausgeschöpft werden können.“

 

Der IHK-Präsident bot Unterstützung in den Vorhaben an, die sich mit den Zielsetzungen der IHK verbinden lassen. Dafür wurden vertiefende Beratungen vereinbart. Das Gespräch diente auch der Möglichkeit, Unterschiede in Politikfeldern zu erkennen und in die gegenseitige Meinungsbildung aufzunehmen. „Ich freue mich, dass wir uns über die Vorstellungen des neuen OB in einer konstruktiven Atmosphäre ausgetauscht haben“, sagte Dr. Müller.

 

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