IHK-Kreisbereisung 2012: Zügiger Bau der Regionaltangente West gefordert

02.10.2012

 

„Wir konnten heute zwei sehr innovative und leistungsfähige Unternehmen

besuchen. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass nicht die Größe eines

Unternehmens der Garant erfolgreicher Geschäfte ist, sondern die Qualität und die Innovationsfähigkeit von Produkten“, sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der

Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Anschluss an die IHK-Kreisbereisung 2012 durch den Hochtaunuskreis.

 

Die Kreisbereisung führte die Delegation der IHK gemeinsam mit Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises, und Roland Seel, Bürgermeister von Grävenwiesbach, zunächst zur Firma Grünewald Feinmaschinenbau GmbH & Co. KG in Grävenwiesbach. Das Familienunternehmen Grünewald Feinmaschinenbau, das ursprünglich Vorhängeschlösser produzierte, wurde 1946 gegründet und beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter an zwei Standorten in Grävenwiesbach und Weilmünster. Der zertifizierte Zulieferer von namhaften Firmen der Automobil- und Maschinenbauindustrie wird von Carola Grünewald-Matthesen und ihrem Bruder Markus Grünewald geführt.

 

Im Anschluss wurde gemeinsam mit Gregor Sommer, Bürgermeister von Wehrheim, das Unternehmen OHROPAX GmbH in Wehrheim besucht. Das seit 1991 in Wehrheim ansässige Familienunternehmen OHROPAX wurde vor mehr als 100 Jahren in Berlin-Schöneberg unter dem Namen „Fabrik pharmazeutischer und kosmetischer Spezialitäten Max Negwer“ gegründet. Das wichtigste Produkt im Sortiment, ein Ohrstöpsel, der vor Geräuschen schützt, heißt OHROPAX.

Die Ohrstöpsel, damals als klassische Wachskugeln bekannt, sind nach wie vor das wichtigste Produkt. Gesundheitsartikel ergänzen heute die Produktpalette. Längst ist OHROPAX zu einer internationalen Marke aufgestiegen. Vom Standort Wehrheim werden mit etwa 35 Mitarbeitern jährlich über 30 Millionen Ohrstöpsel erzeugt und Kunden in der ganzen Welt beliefert.

 

„Die Eindrücke der Unternehmensbesuche verdeutlichen einmal mehr, dass mittelständische Unternehmen mit der richtigen Spezialisierung und mit kluger Unternehmenssteuerung im weltweiten Wettbewerb und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bestehen können“, sagte Dr. Müller auf der anschließenden Pressekonferenz. „Der derzeitige Konjunkturpessimismus, der verschiedentlich geschürt wird, ist Jammern auf hohem Niveau. Unsere mittelständische Struktur sorgt für eine robuste Basis und gleichzeitig macht uns unsere weltweite Verflechtung weniger anfällig für regionale Krisen.“

 

Im Wettbewerb der Metropolregionen um die besten Köpfe appellierte Dr. Müller an eine verstärkte Zusammenarbeit in der Region FrankfurtRheinMain. „Es bedarf einer starken Institution, die vorhandene Netzwerke der Städte und Gemeinden im Sinne einer metropolgerechten Gesamtsteuerung koordiniert, den Außenauftritt der Region optimiert und die vorhandenen Finanzmittel effektiv und effizient einsetzt. Nur wenn wir unsere Kräfte bündeln, sind wir ein attraktiver Wohnort für gut ausgebildete Fachkräfte.“

 

Nachdrücklich forderte Dr. Müller den Bau der Regionaltangente West und eine Verbesserung der Straßenverbindung in Bad Homburg über die Saalburg zu den Hochtaunus-Gemeinden. „Beide Projekte liegen aus unserer Sicht schon viel zu lange auf Eis. Die IHK begrüßt deswegen den Beschluss der RTW-Planungsgesellschaft, die Gesellschaft bis Ende 2015 und die Planungen für den Bau weiter fortzuführen. Die RTW ist eine wichtige Abrundung für eine zukunftsfähige ÖPNV-Struktur in der Region.“

 

Der Hochtaunuskreis gehört neben dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt

Frankfurt zum Bezirk der IHK Frankfurt. Durch die Geschäftsstellen Bad Homburg und Hofheim ist die IHK Frankfurt in den beiden Taunus-Landkreisen präsent.

 

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