IHK zeichnet beste Nachwuchsfachkräfte aus

2.10.2012

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die hessische Wirtschaft: In den nächsten fünf Jahren werden 100.000 Fachkräfte benötigt, davon 85 Prozent beruflich Qualifizierte. Umso besser sind die Aussichten für die fast 6.000 jungen Menschen, die im Jahr 2011/2012 ihre Berufsausbildung in IHK-Berufen abgeschlossen haben. 270 von ihnen haben mit sehr guten Ergebnissen abgeschnitten, 22 davon haben sogar die besten Ergebnisse in ganz Hessen erzielt. Diese besonderen Leistungen würdigte die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) nun in einer Feierstunde. Dabei wurden erstmals auch die erfolgreichen Ausbildungsbetriebe geehrt.

„Das Erreichen Ihrer persönlichen Zielvision, die Realisierung Ihres beruflichen Traumes wird Ihnen Gänsehautmomente bescheren“, prophezeite Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Fargel den jungen Fachkräften. Die Gastrednerin lehrt als eine der jüngsten BWL-Professorinnen Deutschlands an der Georg-Ohm-Universität Nürnberg und hat gemeinsam mit dem Schwimmweltmeister Thomas Lurz, der diesen Sommer in London eine Silbermedaille errang, das Buch „Auf der Erfolgswelle schwimmen: Was junge Menschen wissen müssen, um erfolgreich zu werden“ verfasst. Sie ermunterte die Absolventen, sich treu zu bleiben. „Sie müssen sich selbst mit Ihren Stärken, Bedürfnissen, Interessen und Werten gut kennen. Denn nur so können Sie eine Zielvision für Ihren beruflichen Werdegang entwickeln, die zu Ihnen passt und zwar anspruchsvoll, doch zugleich realistisch ist. Versuchen Sie, eine berufliche Nische zu finden, in der Sie aufblühen und für das geschätzt werden, was Sie mitbringen und leisten. Fokussieren Sie sich dabei konsequent und ganz bewusst auf Ihre individuellen Stärken“, gab Prof. Fargel den jungen Fachkräften mit auf den Weg.

Karen Hoyndorf, Stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt, dankte auch den Ausbildungsbetrieben, die viel Zeit und persönlichen Einsatz in die jungen Schulabgänger investiert hätten. „Heute sehen Sie, dass sich dieser Einsatz wirklich gelohnt hat. Von Ihrer Ausbildungsbereitschaft und der hervorragenden Qualität Ihrer Ausbildung werden nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch Ihre Kunden und Lieferanten, kurzum die ganze Wirtschaft profitieren!“

Stadträtin Lilli Pölt richtete den Gästen im voll besetzen Plenarsaal Grußworte des Oberbürgermeisters Peter Feldmann aus. „Die IHK Frankfurt und insbesondere die über 3.500 ehrenamtlichen Prüfer leisten einen wesentlichen Beitrag zur Berufsbildung im Rhein-Main-Gebiet“, betonte Pölt.


Den Absolventen stehen nun viele Wege offen. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, sich mit einer Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt, zum Industriemeister oder mit anderen Abschlüssen in die Gruppe der Hochqualifizierten zu begeben. Solche Abschlüsse sind mittlerweile EU-weit mit dem Bachelorabschluss gleich gestellt. All denjenigen, die noch weiter kommen wollen, wird ein Stipendium der Begabtenförderung der Bundesregierung angeboten. Das Stipendium finanziert eine Weiterbildung drei Jahre lang mit bis zu jeweils 2.000 Euro. In Frage kommen dafür IHK-Beste mit einem Notendurchschnitt von mindestens 87 Punkten.

 

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