Digitale Metropole FrankfurtRheinMain

7.11.2012

Beim „4. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur“ haben die IHK Frankfurt und der Rechenzentrumsbetreiber Interxion die Leistungsstärke des Standorts Frankfurt herausgestellt. Dr. Roland Gerschermann, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main wies darauf hin, dass das wirtschaftliche Potenzial, das mit der Cloud verbunden ist, nicht an den Unternehmen und dem Standort FrankfurtRheinMain vorbeilaufen dürfe. „Technologien wie diese müssen flankiert werden durch sachgemäßes gesetzgeberisches Vorgehen, das einen vernünftigen Rahmen für das Cloud Computing setzt.“ Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet seien heute einer der wichtigsten Datenumschlagplätze in Deutschland und Europa.

In den Reden vor rund 300 geladenen Gästen standen die Entwicklungsmöglichkeiten durch Cloud Computing auch Digitale Infrastruktur als Standortfaktor im Mittelpunkt. Peter Knapp, Geschäftsführer Interxion Deutschland GmbH, befasste sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Digitale Metropole FrankfurtRheinMain. „Mit der rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Internet ist Cloud Computing heute der zentrale Begriff für alle Rechenzentrumsbetreiber. In Deutschland gibt es fast 25 Millionen aktive Facebook-Nutzer. Verglichen mit 2009, ist das ein jährliches Wachstum von 66 Prozent. Auch für Interxion bedeutete eine solche Vervielfachung einen enormen Wachstums- und Effizienzdruck. In diesem Zusammenhang bleibt die Rechenzentrumsindustrie das Rückgrat aller Wachstumsbranchen im Digitalbereich und gleichzeitig unerlässliche Basis für Innovation. Die Politik steht in der Verantwortung, diese Entwicklung durch die richtigen Rahmenbedingungen, vor allem in der Energiepolitik, weiter zu stützen.“ Interxion ist ein führender europäischer Anbieter von Carrier-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation.

Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, ist von der Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes und Finanzplatzes Frankfurt überzeugt. „Der Aufstieg der digitalen Infrastruktur hat bereits im Jahr 2000 mit der hohen Bedeutung für den Finanzplatz begonnen. Mittlerweile ist Frankfurt „die“ führende Metropole für Cloud Computing und digitale Wirtschaft. Das ungebrochene Interesse, sich in Frankfurt als IT-Unternehmen anzusiedeln, zeigt ganz eindeutig, dass Frankfurt als Wirtschaftsstandort mehr als zukunftsfähig ist.

Sven Denecken, Vice President Cloud Solutions, SAP AG, gab in seinem Vortrag Antworten auf die Frage: Wie schafft die Business-Cloud ein besseres Management und bessere Management-Systeme? „Die aktuellen Management-Systeme passen sich den neuen Gegebenheiten der Cloud an – und dies ist im Wesentlichen die erhöhte Innovationsgeschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Sicherheit ist weiterhin ein relevantes Thema, aber der Effizienz- und Komfortgewinn steht zunehmend im Vordergrund und ist somit richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Anwendungen und der Technologie.“

Dass Cloud Computing im Mittelstand keine Option mehr ist, sondern ein absolutes Muss, stellte Olaf Heyden, CEO der Freudenberg IT KG, klar. „Gerade mittelständische Unternehmen können erheblich von der Nutzung der Cloud Services profitieren. Der Umstieg auf serviceorientierte IT-Lieferformen senkt die Investitionskosten und erhöht die Flexibilität. In der Regel stellen die Anbieter die aktuelle IT-Infrastruktur zur Verfügung. Nutzer sind somit immer auf dem aktuellen Stand und die Wartungskosten entfallen.“

Der gemeinsame Vortrag von Wolf Lichtenstein, Vice President DACH Region bei SAS, und Prof. Dr. Ing. habil. Norbert Gronau, Lehrstuhlinhaber am Institut für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government der Universität Potsdam, drehte sich um das Thema „Big Data: Wettbewerbsfaktor erkannt?“. Norbert Gronau: „In Zeiten von Big Data nimmt die zukunftsorientierte Analyse von Daten aus mannigfaltigen Quellen innerhalb sowie außerhalb des Unternehmens einen neuen Stellenwert ein.“ Und Wolf Lichtenstein fügt hinzu: „Der Einsatz von Analystics Lösungen ermöglicht eine faktenbasierte und gleichzeitig vorausschauende Unternehmenssteuerung. Analytics ist die logische Weiterentwicklung von Business Intelligence mit deutlichem Mehrwert. Wo die Fähigkeit von Business Intelligence bei der Sammlung, Strukturierung und dem Monitoring von Daten endet, fängt das Potenzial von Analytics erst an“.

Christian Vogt, COO Germany bei der Pixomondo Studios GmbH & Co. KG, gab in seinem Vortrag Antworten auf die Frage: Warum die Erde für Visual Effects nicht rund ist – Von den Vorteilen Frankfurts und anderen Erlebnissen in der kreativen Cloud. „Bei Pixomondo arbeiten wir in relativ kleinen, jedoch hochgradig spezialisierten Teams, die dezentral agieren. Aufgrund der Größe der Projekte sind wir stets gezwungen, diese kommunikativ zusammenzuschalten, was zu hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Datenleitungen führt. Darüber hinaus stellt das Rendering eine Herausforderung bei der Leistungsaufnahme der genutzten IT-Infrastruktur dar. Hierbei geht es um die verfügbare Stromkapazität. Somit sind wir auf eine extrem gut ausgebaute digitale Infrastruktur an unseren Betriebsstandorten angewiesen. Frankfurt erfüllt diese mustergültig.“

 

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