Hessische IHKs begrüßen Vorschläge zur Steuervereinfachung grundsätzlich

6.12.2012

 

Die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs begrüßt die Initiative eines Gesetzentwurfes zur Steuervereinfachung durch das Land Hessen. Hessen hatte am 23. November 2012 einen Gesetzentwurf mit elf Vorschlägen zur Steuervereinfachung in den Bundesrat eingebracht.
 
„Das deutsche Steuerrecht ist kompliziert und unübersichtlich. Vereinfachungen sind grundsätzlich notwendig“, sagte Dr. Matthias Leder, Federführer Steuern der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, zum Vorstoß des Landes. „Die Vorschläge bedeuten jedoch nicht durchgängig Steuervereinfachungen.“

 Zwar ist zum Beispiel die vorgesehene Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags um 130 auf 1.130 Euro und eine Pauschale von 100 Euro monatlich für ein häusliches Arbeitszimmer positiv zu bewerten. Die vorgesehene Gegenfinanzierung durch eine Absenkung der 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge auf 20 Euro, ist aus Sicht der Unternehmen kritisch zu sehen. „Durch eine solche Absenkung der Freigrenze würde bei Arbeitgebern der Bürokratieaufwand steigen“, mahnte Dr. Leder.  "Mit der vorhandenen Freigrenze haben Unternehmen die Möglichkeit, Kleinfälle im Unternehmen abzufedern. Die deutliche Absenkung der Grenze würde diese Möglichkeit in Zukunft erheblich einschränken. Insbesondere würden auch die vom Arbeitgeber bezuschussten Jobtickets für Arbeitnehmer teurer", so Dr. Leder weiter.

Die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs hat Finanzminister Schäfer schriftlich gebeten, den Gesetzen, die sich im Bundesrat bzw. im Vermittlungsausschuss befinden, zuzustimmen. Diese Gesetze enthalten tatsächliche Steuervereinfachungen für Unternehmen. Dort geht es zum Beispiel um eine Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungsfristen auf acht Jahre und um Vereinfachungen im steuerlichen Reisekostenrecht.

 

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