IHK Frankfurt engagiert sich für Duale Berufsausbildung in Griechenland

25.01.2013

„Die deutsche Berufsausbildung ist eine win-win-Situation – für Jugendliche, für Betriebe und für den Staat.“ Das betont Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin des Geschäftsfeldes Aus- und Weiterbildung in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Vorfeld des Besuches einer hochrangig besetzten Delegation aus Griechenland. In Frankfurt erwartet werden der griechische Innenminister, Evripidis Stylianidis, Vertreter des griechischen Tourismusministeriums und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Athen sowie Verbands- und Unternehmensvertreter, um Berufsschulen und Betriebe zu besichtigen und sich über das Duale Berufsausbildungssystem zu informieren. Begleitet wird die Delegation unter anderem vom Parlamentarischen Staatssekretär und Griechenland-Beauftragten der Bundesregierung, Hans Joachim Fuchtel.

„Unternehmen können frühzeitig und abgestimmt auf ihren individuellen Bedarf in den Fachkräftenachwuchs investieren“, schildert Dr. Scheuerle der Delegation die Vorteile der dualen Berufsausbildung. „Jugendliche kommen direkt nach dem Schulabschluss in eine Beschäftigung, in der sie sich – aufgrund der bundesweit einheitlichen Prüfungen – zur anerkannten Fachkraft qualifizieren. Und nicht zuletzt profitiert der Staat von der geringen Jugendarbeitslosigkeit.“ Die Statistik gibt der Bildungsexpertin Recht: Während die Arbeitslosenquote junger Menschen in Deutschland mit acht Prozent vergleichsweise niedrig ist, ist in Griechenland mehr als jeder zweite Jugendliche arbeitslos.

In vielen südeuropäischen Ländern wächst deshalb das Interesse am deutschen Berufsbildungssystem. Die griechische Seite plant, in Kürze eine erste Berufsschule für Tourismus nach deutschem Vorbild zu errichten. Am Samstag geben die griechischen Delegationsteilnehmer in der IHK Frankfurt Details zu dem Vorhaben bekannt. Unterstützt wird das Projekt auch von der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer, dem Goethe-Institut Athen sowie der Stiftung DBGR Duale Berufsschule Griechenland, deren Vertreter ebenfalls die Delegationsreise begleiten.

 

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