Trennbankensystem belastet die Realwirtschaft

06.02.2013

Die Vorschläge der Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarktes durch Einführung eines Trennbankensystems werden nach Einschätzung der IHK Frankfurt der Realwirtschaft höhere Kosten aufbürden. „Finanzmarktstabilisierung ist wichtig. Ob aber die vorgesehene Trennung von Einlagen- und Kreditgeschäft auf der einen und vom Investmentbanking auf der anderen Seite zu diesem Zweck beiträgt, ist keinesfalls erwiesen“, sagte der Präsident der IHK Frankfurt am Main, Dr. Mathias Müller, am Mittwoch. „Was wir befürchten, sind höhere Kosten für die Unternehmen der Realwirtschaft, wenn der Vorschlag umgesetzt wird.“

Die vorgesehene organisatorische Trennung innerhalb der Geldhäuser verursacht hohe Kosten und verteuert wichtige Dienstleistungen für die Realwirtschaft, etwa die Risikominimierung durch die Absicherung gegen Währungsschwankungen. „Geschäftsbedürfnisse orientieren sich nicht an potenziellen Trennlinien, sondern verlangen sinnvolle Lösungen aus einer Hand. Insofern warne ich vor Schnellschüssen, deren Vorteile unsicher, deren Nachteile aber konkret sind. Zumindest sollte die Politik die laufende europäische  Auswirkungsstudie abwarten und deren Ergebnisse mit Blick auf die Bedürfnisse der Realwirtschaft zunächst genau analysieren“, so der IHK-Präsident.

 

Ansprechpartner

Telefon:

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488