Strategien gegen Azubi-Mangel: Auch Unternehmen müssen lernen

21.02.2013

Der Mangel an Ausbildungsplätzen ist Schnee von gestern. Heute müssen sich Unternehmen schlau machen, wie sie geeignete Bewerber finden. Deshalb veranstaltet die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) am morgigen Freitag einen Azubi-Recruiting-Tag. „Angesichts der fehlenden Bewerber ist es schließlich höchste Zeit, dass auch die Unternehmen ihre Strategien bei der Fachkräftesuche überdenken. Wir unterstützen sie dabei“, betont Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt am Main.

Häufig werde vergessen, dass längst nicht mehr nur die Schulabgänger an sich arbeiten und beispielsweise ihre Schulnoten, ihr Allgemeinwissen oder ihre Umgangsformen verbessern müssten, so die Bildungsexpertin. „Auch die Unternehmen sind in der Pflicht!“ Denn wenn Betriebe und Jugendliche nicht zusammenfinden und Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, könne dies unterschiedliche Ursachen haben: „Häufig sind die Marketingmaßnahmen des Unternehmens nicht ausreichend oder die Stellenprofile sind nicht auf die potenziellen Bewerber zugeschnitten.“ Oftmals lohne es sich auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen und neue Zielgruppen zu erschließen, die normalerweise nicht im Fokus der Betriebe liegen – zum Beispiel junge, alleinerziehende Eltern oder behinderte Menschen, erklärt Dr. Scheuerle.

Das Interesse der Unternehmen an neuen Methoden zum erfolgreichen Azubi-Recruiting ist groß: Über 270 Betriebe haben sich für den Azubi-Recruiting-Tag in der IHK Frankfurt am 22. Februar angemeldet. Unter dem Motto „Goldfisch angeln: gewusst wie!“ diskutieren Experten anhand von Praxisbeispielen und Erfahrungsberichten, wie Unternehmen sich als Arbeitgeber attraktiv machen, wie sie „Karriere verkaufen“, geeignete Bewerber erreichen und neue Potenziale erschließen können.

Weitere Informationen: Nachlese zur Veranstaltung

 

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