Mehr neue Ausbildungsverträge bei IHK-Unternehmen in 2012 – Überhang an Lehrstellen für 2013 prognostiziert

27.02.2013

Trotz der zurückhaltenden konjunkturellen Entwicklung erwartet die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) auch für das Jahr 2013 wieder einen Überhang an betrieblichen Ausbildungsplätzen. Das geht aus dem aktuellen Berufsbildungsbericht für das Jahr 2012 hervor. Während in Hessen die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im vergangenen Jahr um knapp 1 Prozent zurückging, stieg die Anzahl der neuen Verträge im IHK-Bezirk Frankfurt um 1,7 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend fortsetzt“, prognostiziert Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main.

Mit einem Zuwachs von 7,5 Prozent ist vor allem der industriell-technische Bereich verantwortlich für die positive Entwicklung. Insbesondere in der Elektro-, IT- und Chemiebranche wurden zahlreiche neue Ausbildungsverträge geschlossen; vor allem Fachinformatiker waren gesucht. Die prozentual größten Zuwächse verzeichneten der Beruf Pharmakant (37 neue Verträge) sowie der Werkfeuerwehrmann (28 neue Verträge). Die kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Berufe stellen mit 76,7 Prozent zwar immer noch den Hauptanteil der Ausbildungsplätze, allerdings stieg in diesem Bereich die Zahl der Neuverträge nur um ca. 1 Prozent. Im Jahr 2012 absolvierten insgesamt 14.621 Personen eine Ausbildung bei 3.174 IHK-Unternehmen.

„Die Internationalität unserer Region spiegelt sich auch in den Betrieben wieder“, erklärt Dr. Müller. Dies werde auch daran deutlich, dass im Jahr 2012 rund 13 Prozent aller Auszubildenden im IHK-Bezirk einen ausländischen Pass hatten. „Diese Quote liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von 5,1 Prozent. Integration ist in unseren IHK-Unternehmen längst gelebte Realität“, so der IHK-Präsident.

Nicht nur die Azubis mit Migrationshintergrund könnten von sich behaupten, flexibel zu sein: „Der IHK-Bezirk Frankfurt ist definitiv ein Magnet für junge Menschen von außerhalb“, betont Dr. Müller: Immerhin wohne weniger als die Hälfte der Auszubildenden aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im IHK-Bezirk. Nur ein Drittel der Azubis, die im Frankfurter Stadtgebiet bei IHK-Unternehmen ihre Lehre absolvieren, komme aus Frankfurt. „Diese Entwicklung verdeutlicht die Attraktivität des Ausbildungsstandorts Frankfurt mit seiner großen Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten und seiner sehr guten Erreichbarkeit“, so Dr. Müller. „Dafür nehmen viele Auszubildende täglich einen langen Arbeitsweg in Kauf. Gleichzeitig zeigen diese Zahlen deutlich, wie hoch der Bedarf an günstigem Wohnraum in Frankfurt ist.“


Im Gegensatz zur Anzahl der neuen Ausbildungsverträge stagnierte im Jahr 2012 die Zahl der Weiterbildungen im IHK-Bezirk Frankfurt. Wie bereits im Jahr zuvor belief sich die Zahl der Weiterbildungsabsolventen auf knapp 3.000 Personen. Die meisten hiervon absolvierten ihre Weiterbildung im kaufmännischen Bereich oder qualifizierten sich zum Ausbilder. Aber auch beim Thema Weiterbildung ist ein positiver Trend unverkennbar: Die Bestehensquote lag im Jahr 2012 bei 82 Prozent – so hoch wie nie zuvor.

 

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