IHK-Präsident: „FrankfurtRheinMain kann noch mehr!

19.04.2013

„Nicht umsonst gehört FrankfurtRheinMain zu den internationalsten Metropolregionen in Europa. Und nicht von ungefähr sind wir stolz auf die einzige Skyline Deutschlands. Beides ist Ausdruck der langen Erfolgsgeschichte unserer Metropolregion“, betont Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Vorfeld der Global Business Week. Die Prosperität der Metropolregion basiere allerdings auf wichtigen Weichen, die in der Vergangenheit gestellt wurden. „Dies wird auch für die Zukunft gelten“, so der IHK-Präsident: „Als Wirtschaftsregion haben wir zum Beispiel das Glück, sehr breit aufgestellt zu sein. Zwar sind drei Viertel aller Beschäftigten mittlerweile im Dienstleistungssektor tätig, doch haben Politik und Gesellschaft die ‚Old Economy‘, die Industrie, nie ganz aus den Augen verloren. Dieses Alleinstellungsmerkmal müssen wir behalten“, führt Prof. Müller weiter aus.

Gleichzeitig bestehe in einigen Bereichen die Gefahr, dass FrankfurtRheinMain den Anschluss an andere Metropolregionen verliere. „Ich hoffe, dass während der Global Business Week die dringenden Herausforderungen, vor denen unsere Metropolregion steht, von den Teilnehmern aufgegriffen und konstruktiv diskutiert werden“, appellierte der IHK-Präsident an die politischen Entscheidungsträger aus Land, Kommunen und Region. „So müssen wir zum Beispiel mehr über kommunale Grenzen hinweg denken“, fordert Prof. Müller. „Ansiedlungen bestimmter Größenordnungen bringen Vorteile für die gesamte Metropolregion – unabhängig davon, in welcher Kommune die Ansiedlung erfolgt.“ Das Bekenntnis zur Region dürfe auch in Zeiten knapper Haushalte nicht abhängig gemacht werden von regelmäßigen Quartalszahlen erfolgreicher Ansiedlungen.

Besorgniserregend sei außerdem die Tatsache, dass FrankfurtRheinMain beim Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2006 und 2011 mit einem Plus von 6,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Metropolregionen in Deutschland liegt. „München und Hamburg beispielsweise haben im gleichen Zeitraum um etwa zehn Prozent zugelegt. Damit sind diese Regionen in den vergangenen Jahren deutlich stärker gewachsen als FrankfurtRheinMain“, betont der IHK-Präsident.

Weitere Herausforderungen für die Metropolregion sieht Prof. Müller im erwarteten Anstieg der Einwohnerzahl und dem daraus resultierenden Druck auf den Wohnungsmarkt. „Auch hier können wir von anderen Metropolregionen lernen“, erläutert er. „Wenn es uns nicht gelingt, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen, wird sich die Fachkräftelücke noch erheblich verschärfen“, prognostiziert Prof. Müller. Schließlich stelle der Mangel an Fachkräften eine große Herausforderung für FrankfurtRheinMain dar, denn „gut ausgebildete Arbeitnehmer können sich aussuchen, wo sie arbeiten und wohnen wollen.“ Die Region müsse diese Herausforderungen aktiv angehen: „Nach dem Reden muss die Zeit des Handelns folgen!“


Der erste Tag der Global Business Week dreht sich traditionell ums Thema „Wettbewerb der Metropolregionen“. Am Montag, dem 22. April 2013, diskutieren in der IHK Frankfurt zahlreiche politische Entscheidungsträger aus Kommunen und Land, darunter z.B. Peter Feldmann, Markus Frank, Jörg-Uwe Hahn, Steffen Saebisch, Tarek Al-Wazir, Ludger Stüve und Horst Schneider, über aktuelle und künftige Entwicklungen der Metropolregion – von der Bedeutung der Internationalität für FrankfurtRheinMain bis hin zur Neuordnung der Wirtschaftsförderung.

 

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