Viele Chancen für hessische Unternehmen im „Silicon Wadi“

8.05.2013

Israel ist das Land zahlreicher Möglichkeiten für die forschungsintensive Wirtschaft. Dies war der Tenor der Veranstaltung „Hightech-Standort Israel – Chancen des Technologietransfers mit der Tel Aviv University“ (TAU), die am 8. Mai 2013 in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) stattfand. „Israel hat längst seinen Ruf als ‚Land der Jaffa-Orangen‘ hinter sich gelassen. Statt dessen macht die Bezeichnung ‚Silicon Wadi‘ die Runde“, betonte Dr. Lutz Raettig, Vizepräsident der IHK Frankfurt, die internationale Bedeutung des Forschungsstandorts Israel.

Auch Dr. h.c. Petra Roth, Frankfurter Oberbürgermeisterin a.D., hob in ihrem Grußwort die Qualität der Forschungsbedingungen in Israel hervor. Gleichzeitig warb sie für Investitionen von deutschen Unternehmen in dem Staat am Mittelmeer: „Diese Veranstaltung trägt sicher auch dazu bei, deutschen Unternehmen die Unsicherheit zu nehmen, was eine Geschäftstätigkeit in Israel anbelangt“, betonte Dr. h.c. Roth. An die über 100 hessischen Unternehmerinnen und Unternehmer gewandt sagte sie: „Israel ist eine funktionierende Demokratie. Ihre Investitionen sind hier sicher. Deutsche Betriebe haben häufig weniger Bedenken bei Investitionen in Staaten, die weniger stabil sind als Israel.“

Israel gilt als Land der Start-Ups und profitiert von den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung. „Die Tel Aviv University ist der Ort, wo sich Forschung und Wirtschaft treffen – international und interdisziplinär“, erklärte Prof. Dr. Joseph Klafter, Präsident der Tel Aviv University, den hessischen Unternehmern. Diesen Punkt vertiefte Shlomo Nimrodi, CEO der Universität: „Wir profitieren von den guten makroökonomischen Rahmenbedingungen in Israel, den hervorragenden Forschungsbedingungen sowie dem hohen Forscheranteil insgesamt. Hervorzuheben sei, dass an der TAU über 100 Forschungsinstitute in hochspezialisierten Bereichen angesiedelt seien, darunter beispielsweise auf dem Gebiet der Neurowissenschaften, Nanotechnologie und Bioinformatik.

„Bereits jetzt sind die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen FrankfurtRheinMain und Israel stark”, sagte Dr. Roland Gerschermann, Vizepräsident der IHK Frankfurt, zu Beginn des Tagungsnachmittags. „Im Bezirk der IHK Frankfurt zählen wir aktuell über 160 israelische Unternehmen – von der Bank Leumi und der Fluggesellschaft El Al bis hin zu IT-Spezialisten und dem Weltmarktführer im Bereich der Tropfbewässerung, Netafim.“

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, forderte, gerade der Wissenschaftsaustausch zwischen Frankfurt und Tel Aviv solle – unter stärkerer Beteiligung der Wirtschaft – intensiviert werden. „Hier ist eine größere Beteiligung unserer Cluster denkbar: Das House of Logistics, das House of Finance, das House of IT und in Zukunft das House of Pharma könnten sich beteiligen.“

Avi Primor, Israels Botschafter in Deutschland a.D., schloss die Veranstaltung mit einem positiven Ausblick: Die Tatsache, dass Israel in Deutschland einen so starken Partner gefunden habe, lasse darauf hoffen, dass Frieden in Nahost und insbesondere Frieden Israels mit seinen arabischen Nachbarn realisierbar sei. „Frieden wird zwar zwischen Regierungen geschlossen, er entsteht jedoch zwischen Bevölkerungen. Frieden basiert auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese Erfahrung stimmt mich grundsätzlich zuversichtlich“, so Primor.

 

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