Kita-Ausbau muss weiter voranschreiten

30.07.2013

„In Sachen Kita-Ausbau hat sich in den letzten Jahren viel Positives im IHK-Bezirk Frankfurt getan. Das freut die Wirtschaft, denn die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine der wichtigsten Stellschrauben im Kampf gegen den Fachkräftemangel", sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, anlässlich des Inkrafttretens des Rechtsanspruchs auf einen U3-Betreuungsplatz zum 1. August 2013.

„Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors rechnen für das Jahr 2025 mit 37.000 fehlenden Fachkräften im IHK-Bezirk Frankfurt am Main. Würde die Erwerbsbeteiligung von Frauen bis dahin um lediglich fünf Prozent steigen, wären immerhin 16.000 zusätzliche Fachkräfte verfügbar. Der Ausbau von Betreuungsplätzen im Kleinkindbereich, aber auch der Ausbau von Hortplätzen und Ganztagsschulen muss daher mit aller Kraft vorangetrieben werden“, sagt Gräßle.

 

„Hohe bautechnische Vorgaben erschweren die Errichtung von Betreuungseinrichtungen, darunter die kostenintensive Passivhausbauweise. Wo möglich, sollten diese und weitere Vorgaben des Raumprogramms daher kritisch geprüft und Hürden gesenkt werden“, betont Gräßle. Neben den finanziellen Herausforderungen sei der Mangel an qualifiziertem Betreuungspersonal eine weitere Hürde für die Schaffung neuer Betreuungsplätze. Deshalb müsse die Region um diese Fachkräfte aktiver werben und sich als attraktiver Standort positionieren.

 

Zum 1. März 2013 wies der IHK-Bezirk Frankfurt am Main, zu dem neben der Stadt Frankfurt auch der Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis zählen, eine durchschnittliche Betreuungsquote von über 30 Prozent auf. Die Region liegt damit hessenweit zusammen mit Darmstadt an der Spitze. Allerdings ist vor allem in der Stadt Frankfurt am Main der tatsächliche Bedarf deutlich höher. Zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs werden nach Aussage des Stadtschulamtes Frankfurt nur 70 Prozent des tatsächlichen Bedarfs bereitgestellt werden können. Daraus ergibt sich Schätzungen zufolge aktuell eine Lücke von etwa 2.500 U3-Plätzen in der Stadt Frankfurt.

 

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