Ausbau Riederwaldtunnel unverzichtbar - IHK warnt vor sinkender
Leistungsfähigkeit der Verkehrs-infrastruktur

23.08.2013

 

Seit Jahrzehnten warten betroffene Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende und mit ihnen hunderttausende Bürger entlang der A66 zwischen Frankfurt am Main und Fulda auf den Lückenschluss zwischen der A66 und der A661 durch den Riederwaldtunnel. „Durch die Beseitigung dieses Nadelöhrs wird der gesamte Verkehr im Frankfurter Osten entscheidend entlastet werden“, sagte Susanne Freifrau von Verschuer, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main, bei einem Pressegespräch am Freitag vor Ort. Die Verkehrslage für mehrere tausende Frankfurter und Unternehmen im Osten der Stadt ist seit Jahren dramatisch. „Viele andere Verkehrsprobleme in der Stadt sind beseitigt worden, aber in den Staus im Frankfurter Osten gehen nach wir vor jeden Tag viel Zeit, Kraft, und Geld verloren.“

Um den Ausbau des Riederwaldtunnels führt deswegen aus Sicht der regionalen Wirtschaft kein Weg vorbei. „Der Bau des Tunnels wird seit 1985 geplant und ist immer wieder verzögert worden. Die regionale Wirtschaft fordert, alles daran zu setzen, dass das Bauwerk wie vorgesehen in sieben Jahren fertig wird. Die Arbeiten daran müssen zügig fortgeführt werden“, sagte von Verschuer. Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf 320 Millionen Euro.

„Der Ausbau des Riederwaldtunnels sorgt für eine Entspannung der anliegenden Wohngebiete und für mehr Durchfluss für den überörtlichen Verkehr – also für eine Entlastung aller Beteiligten,“ sagte Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main. Heute verkehren auf diesem Straßenzug täglich knapp 24.000 Kraftfahrzeuge. Mehr Kapazität habe diese Straße nicht, so Dr. Freundt. Mit dem Tunnel sinke diese Zahl auf 8600 Autos täglich. Durch den Tunnel selbst werden nach den Prognosen von Hessen Mobil im Jahre 2025 etwa 101.900 Autos pro Tag rollen. „Die Menschen im Riederwald werden durch den neuen Tunnel ganz entscheidend von Abgas und Lärm entlastet. In diesem Zusammenhang ist es aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main richtig und wichtig, dass während der Bauzeit des Riederwaldtunnels Lärmschutz und Luftreinhaltung bestmöglich umgesetzt werden“, betonte Dr. Freundt.

Von Verschuer berichtete von den Belastungen der Unternehmer im Frankfurter Osten. „Durch viele Stunden Stau am Tag wird den Unternehmern jede Planungssicherheit bezüglich Lieferfristen und Verlässlichkeit genommen. Der Schaden für die Unternehmen und der Wettbewerbsnachteil des Frankfurter Osten ist immens!“

Dr. Freundt wies auf den besorgniserregenden Zustand der gesamten Verkehrsin-frastruktur in Hessen hin. „Die Belastung der Verkehrswege steigt, während die Leistungsfähigkeit sinkt.“ Mittlerweile bestehe in Deutschland eine Instandhaltungslücke von jährlich rund 7,2 Milliarden Euro. „Der Riederwaldtunnel ist nur eines von zahlreichen Beispielen für die Versäumnisse in der Infrastrukturpolitik: Lange Planungszeiten, fehlende Finanzierung und Fehleinschätzung der Wettbewerbsfunktion von funktionierenden Verkehrsnetzen.“

 

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