IHK Frankfurt vernetzt internationale Business Communities

19.09.2013

„Der Wirtschaftsstandort Frankfurt ist aus aller Welt erreichbar. Neuankömmlinge fühlen sich hier dank unserer offenen, internationalen Kultur wohl. Deshalb lassen sich jedes Jahr zahlreiche ausländische Unternehmen hier nieder. Allerdings sind noch nicht alle internationalen Business Communities optimal mit der hiesigen Wirtschaft vernetzt.“ Dies betonte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Rahmen eines Treffens mit Vertretern der türkischstämmigen Unternehmergemeinde, zu dem Oberbürgermeister Peter Feldmann und der türkische Generalkonsul, Ufuk Ekici, eingeladen hatten.

Etwa jedes sechste IHK-Mitgliedsunternehmen stammt aus dem Ausland. Die türkische Business-Community ist nach Handelsregister-Eintragungen die größte Gruppe in Frankfurt. „Genau wie deutsche Betriebe tragen die türkischstämmigen Unternehmen zur Wertschöpfung in unserer Region bei; immer mehr bilden Fachkräfte aus“, erläuterte Prof. Müller. Außerdem stünden türkischstämmige und deutsche Unternehmer vor ähnlichen Herausforderungen, wie etwa hohen Gewerbesteuersätzen, bürokratischen Hemmnissen oder dem Fachkräftemangel. „Trotzdem könnte der Austausch zwischen der türkischen Business Community und ihren Vertretern und den hiesigen Betrieben und Institutionen noch intensiviert werden. Diesen Austausch, die stärkere Integration türkischstämmiger Unternehmen in die regionale Wirtschaft, wollen wir stärken.“ Die IHK Frankfurt habe sich als Plattform für die Vernetzung zwischen unterschiedlichen Branchen und Nationalitäten bewährt.

Integration funktioniert allerdings nur mit möglichst geringen Barrieren. „Deshalb hat sich die IHK-Organisation in der Vergangenheit auch dafür eingesetzt, die Vergabepraxis für Geschäftsvisa zu erleichtern – mit Erfolg“, so der IHK-Präsident weiter. Demnach haben Mitglieder der türkisch-deutschen Auslandshandelskammer nun die Möglichkeit, Anträge für Geschäftsvisa über die Kammer einzureichen und müssen nicht mehr, wie zuvor, persönlich beim Generalkonsulat in Istanbul vorstellig werden. „Damit entfallen lange Warte- und Reisezeiten. Türkische Unternehmer mit Handelsbeziehungen nach Deutschland können sich nun stärker auf ihr Geschäft konzentrieren. Ich bin zuversichtlich, dass diese Erleichterung auch das Zusammenwachsen beider Communities beschleunigt.“

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Telefon:

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488