Anziehungskraft der Städte wächst wieder

7.10.2013

Die Anziehungskraft der Städte wächst wieder. In der Metropolregion FrankfurtRheinMain haben vor allem die größeren Städte in den vergangenen Jahren einen Zuwachs in der Bevölkerungsentwicklung erlebt, während Kommunen auf dem Land von diesem Trend weniger profitieren. „Die positive Nachricht ist, dass die Metropolregion weiterhin Zuspruch findet“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, anlässlich der Veröffentlichung der neuen IHK-Studie zur Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain. „Viele Städte in unserer Region können ihre Anziehungskraft erhöhen. Dem offenkundigen Begleiteffekt, dem Engpass an bezahlbaren Wohnungen in den Städten, muss die Region durch kluge Angebote in  allen Bereichen entgegenwirken. Wenn dieser Ausgleich gelingt, wird FrankfurtRheinMain als Metropolregion eine der Städte der Zukunft werden.“

Die erhöhte Anziehungskraft der großen Städte zeigt sich zunächst an der Veränderung der Bevölkerungszahlen. Die Bevölkerung in FrankfurtRheinMain stieg zwischen 2002 und 2011 insgesamt um 1,3 Prozent (plus 71.658). Während die großen Städte Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach und Aschaffenburg zusammen einen Zuwachs von 5,9 Prozent (plus 83.703) verzeichneten, sank die Bevölkerungszahl in den übrigen Gebieten um 0,3 Prozent (minus 12.045). In der Zeit von 1995 bis 2005 waren dagegen die Gebiete außerhalb der sechs großen Städte für den Großteil (80,3 Prozent) des Bevölkerungswachstums in FrankfurtRheinMain verantwortlich gewesen.

Die Bevölkerungstrends haben Folgen insbesondere für den Wohnungsbau und den Einzelhandel. Während vor gut zehn Jahren rund 80 Prozent aller Wohnungen außerhalb der Kernstädte fertiggestellt wurden, ist diese Quote mittlerweile auf rund 60 Prozent gesunken. Im Einzelhandel zeigt sich – allerdings auf anderem Niveau - eine ähnliche Trendwende. Knapp ein Viertel des Flächenzuwachses im Einzelhandel fand vor zehn Jahren in den Städten statt, während dies heute wieder ein Drittel des Flächenzuwachses ausmacht.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Metropolregion FrankfurtRheinMain. In der Region zwischen Aschaffenburg und Darmstadt, Mainz und Gießen waren 2012 rund 42.500 Unternehmen mit ca. 164.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Bau- und Immobilienbranche tätig. Im Jahr 2011 wurde ein Branchenumsatz von etwa 35 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit 22 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.


Die IHK-Studie „Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain“ Ausgabe 2013 enthält detaillierte Angaben zu  Bevölkerungsentwicklung, den Teilmärkten für Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien in FrankfurtRheinMain sowie eine Betrachtung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Branche. Die vollständige Veröffentlichung kann unter www.frankfurt-main.ihk.de/immobilienstudie heruntergeladen oder als Printexemplar kostenfrei bestellt werden.

 

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