IHK-Kreisbereisung 2013: Mehr Planungssicherheit für Unternehmen notwendig – IHK fordert Ende der Steuererhöhungsdebatte

29.10.2013

 

„Der heutige Tag hat uns Einblicke in zwei interessante Unternehmen gegeben. Dabei kann man eine Beobachtung hervorheben, die für viele IHK-Mitglieder im Main-Taunus-Kreis zutreffend ist. Die Metropolregion FrankfurtRheinMain und damit auch der Main-Taunus-Kreis beheimaten überdurchschnittlich viele international agierende Unternehmen“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Anschluss an die IHK-Kreisbereisung 2013 durch den Main-Taunus-Kreis. Rund 17 Prozent der Firmen im IHK-Bezirk haben einen internationalen Eigentümer-Hintergrund. „Das ist Resultat unserer einzigartigen Standortfaktoren: des Flughafens als internationalem Drehkreuz und der weiteren Verkehrsanbindungen für die schnelle Warenlieferketten auf der einen und den Zugang zu einem Markt mit bestens qualifizierten Arbeitskräften auf der anderen Seite“, erläuterte der IHK-Präsident.

Die Kreisbereisung führte die Delegation der IHK gemeinsam mit Michael Cyriax, Landrat des Main-Taunus-Kreises, sowie Christian Seitz, Bürgermeister in Kriftel, in die A & R Carton GmbH in Kriftel. Die A & R Carton GmbH ist eine Niederlassung der schwedischen Å&R Carton AB, einem weltweit operierenden Kartonagen- und Verpackungshersteller. An elf Standorten sind europaweit ca. 1450 Mitarbeiter beschäftigt. In Kriftel arbeiten 200 Angestellte.

Im Anschluss wurde gemeinsam mit Landrat Cyriax und Gisela Stang, Bürgermeisterin in Hofheim, die KOBOLD Messring GmbH in Hofheim am Taunus besucht. Die KOBOLD Messring GmbH ist eines der international führenden Unternehmen in der Mess- und Regeltechnik und wurde 1980 gegründet. In den Folgejahren entstanden weltweit eigenständige KOBOLD-Gesellschaften. Am Standort Hofheim gibt es derzeit rund 130 Mitarbeiter.

Insgesamt sieht die IHK Frankfurt bei den Unternehmen im Main-Taunus-Kreis eine ähnliche Entwicklung wie in der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur. Demnach haben sich die Investitionspläne der Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt
am Main zuletzt wieder aufgehellt. Nach wir vor wollen mehr Unternehmen ihre
Investitionen ausweiten als zurückfahren.

Allerdings komme nun die aktuelle Debatte auf Bundesebene um Steuererhöhungen dazwischen, so Prof. Dr. Müller. Die Debatte verunsichere, da die Planungs-sicherheit für Investitionsentscheidungen der Unternehmen infrage gestellt wird.
„Unser dringender Appell geht an die Politik, die Steuererhöhungsdiskussion in den Koalitionsverhandlungen zu den Akten zu legen. Der Staat hat rekordhohe Steuereinnahmen. Steuererhöhungen sind der falsche Weg, um die gesellschaftlichen Aufgaben zu lösen. Und sie sind insbesondere schädlich für die Substanz unserer Volkswirtschaft, nämlich für die kleinen und mittleren Unternehmen. Diese
wären im Fall einer höheren Einkommenssteuer betroffen.“

Ein Risiko, das zudem spürbar immer mehr Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen auch im Main-Taunus-Kreis hat, ist der zunehmende Engpass bei den Fachkräften. „Als Wirtschaftsstandort müssen wir den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stellen, damit wir weiter wachsen und wettbewerbsfähig gegenüber anderen Metropolregionen bleiben.“

Der Main-Taunus-Kreis gehört neben dem Hochtaunuskreis und der Stadt Frankfurt zum Bezirk der IHK Frankfurt. Durch die Geschäftsstellen Bad Homburg und
Hofheim ist die IHK Frankfurt in den beiden Taunus-Landkreisen präsent. Insgesamt zählt die IHK Frankfurt rund 17.000 Mitglieder im Main-Taunus-Kreis, das sind etwa 17 Prozent der Gesamtzahl der Mitglieder der IHK Frankfurt.

 

Ansprechpartner

Anne Stephanie Waldeck Unternehmenskommunikation stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: 069 2197-1584 Fax: 069 2197-1488

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488