Steinbach (Taunus) ist ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte

14.11.2013

Erhalten Neubürger bei Ihrer Kommune eine individuelle Beratung über die Betreuungssituation vor Ort? Verfügen Ihre Ansprechpartner für Neubürger über Fremdsprachenkenntnisse? Gibt es Informationsmaterial, mit dem Sie die Bürgerinnen und Bürger über Kultur und Freizeitangebote Ihrer Kommune informieren? Diese und weitere Fragen hat die Stadt Steinbach (Taunus) im Rahmen des Audits zum IHK-Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ beantwortet. „Die Stadt Steinbach (Taunus) hat bewiesen, dass sie in besonderem Maße Anstrengungen unternimmt, um von potenziellen Neubürgern als attraktive Kommune wahrgenommen zu werden. Deshalb hat sie sich diese Auszeichnung redlich verdient“, sagte Karen Hoyndorf, stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt am Main, bei der Übergabe der Urkunde im Steinbacher Rathaus.
 

„Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung. Sie ist der Lohn für die Anstrengungen, die wir in den vergangenen Jahren unternommen haben, um noch stärker als attraktiver Wohn- und Arbeitsort wahrgenommen zu werden“, kommentierte Dr. Stefan Naas, Bürgermeister der Stadt Steinbach (Taunus), die Auszeichnung. Naas hob insbesondere den Neubau der Geschwister-Scholl-Schule hervor, der im Frühjahr des vergangenen Jahres fertiggestellt wurde. Dadurch sei nun allen Steinbacher Schülerinnen und Schülern ein Betreuungsplatz am Nachmittag garantiert. Auch die Ansiedlung von Caritas und Internationalem Bund mit eigenen Büro in Steinbach habe dazu beigetragen die städtische Infrastruktur so auszubauen, dass für viele Lebensbereiche Unterstützung und Hilfestellungen gewährleistet sind.
 

Insbesondere für die Integration von Migranten werde viel getan, so Naas. Stolz ist er beispielsweise auf die Interkulturelle Vermittlungsstelle. Nach dem Motto „Migranten helfen Migranten“ erhalten neu zugewanderte Bürgerinnen und Bürger dort Unterstützung von Menschen mit ähnlichen Lebenserfahrungen. Als eine von insgesamt vier Kommunen des Hochtaunuskreises ist Steinbach zudem Standort der „Modellregion Integration“. Im Rahmen dessen bietet der örtliche Caritasverband ein Bildungscoaching für junge Migrantinnen und Migranten an, um diese bei der Integration zu unterstützen.
 

„Diese Projekte sind vorbildlich und ein Baustein, damit Steinbach als attraktiver Wohnort für Neubürger wahrgenommen wird“, so Hoyndorf. In Zeiten des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Fachkräftemangel werde der Wettbewerb zwischen den Kommunen um den Zuzug von Neubürgern immer stärker. „Wichtig ist deshalb, dass die Kommunen sich dieser Herausforderung bewusst sind und aufbauend auf ihren Stärken ein strategisches Konzept entwickeln, mit dem sie den Bedürfnissen von Fach- und Führungskräften gerecht werden können. Dabei kommt es nicht alleine auf die Verwaltung an. Hilfreich ist vor allem auch ein funktionierendes Netzwerk aus Kirchen, Vereinen und Verbänden.“ Dass dieser Aspekt in Steinbach besonders stark ausgeprägt ist, beweise das „Soziale Netzwerk Steinbach“. Dieser Zusammenschluss verschiedener Institutionen bietet schnelle Unterstützung und nachhaltige Begleitung in schwierigen Lebenssituationen an.

Bis 2016 kann Steinbach nun mit der Auszeichnung „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ werben.
 

Hintergrund: „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“

Das Audit „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ ist eine Initiative des IHK-Forums Rhein-Main. Mithilfe dieses Instrumentes wollen die Industrie- und Handelskammern der Metropolregion FrankfurtRheinMain mit den Kommunen in einen Dialog darüber treten, welche Strategien und Maßnahmen vorbildlich sind, um ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort für potenzielle Neubürger zu sein. Ziel des Audits ist es, eine gelebte Willkommenskultur zu etablieren, sodass sich in- und ausländische Fach- und Führungskräfte in FrankfurtRheinMain heimisch fühlen und ein Angebot vorfinden, das ihren Bedürfnissen entspricht. Alle Ober-, Mittel- und Unterzentren in der Region FrankfurtRheinMain können das Audit bei den jeweils regional zuständigen Industrie- und Handelskammern beantragen.
 

Bislang ausgezeichnete Kommunen:

 

· Bensheim, Kreis Bergstraße

· Groß-Gerau, Landkreis Groß-Gerau

· Idstein, Rheingau-Taunus-Kreis

· Wölfersheim, Wetteraukreis

· Weiterstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

 

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