3. Frankfurter Stiftungsgespräch – „Tue Gutes und rede darüber“

20.11.2013

 

Frankfurt ist von seinen zum Teil sehr großen und traditionsreichen in der Bürgergesellschaft verankerten Stiftungen geprägt. Ein Engagement für die Frankfurter Stiftungen ist somit auch ein Engagement für den Standort Frankfurt. Doch wie vermittelt man das einer breiten Öffentlichkeit? Das 3. Frankfurter Stiftungsgespräch der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und der Initiative Frankfurter Stiftungen am vergangenen  Montag in der IHK Frankfurt behandelte deswegen das Thema „Stiftungen in der Öffentlichkeit – Trommeln für eine gute Sache“.

„Stiftungen sind auch Ausdruck von gesellschaftlicher und sozialer Eigenverant-wortung der Unternehmerschaft und somit auch Teil gelebter sozialer Marktwirtschaft. Stiftungen ergänzen den staatlichen Leistungskatalog an den Stellen, an
denen öffentliche Institutionen an ihre Grenzen stoßen. Somit sind viele Stiftungen wesentlicher Bestandteil unternehmerischer Sozialverantwortung“, sagte Karen Hoyndorf, Stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt am Main bei der Begrüßung zur Veranstaltung.

„Die Frankfurter Stiftungen der Gegenwart setzen sich für Migranten, Familien oder Studierende ein, verfolgen Stiftungszwecke von Bildung und Entwicklungshilfe bis zu Friedensarbeit und Naturkunde. So unterschiedlich ihre inhaltlichen Schwerpunktsetzungen auch sind – all diese Stiftungen eint, dass sie zur Verbesserung der aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse beitragen wollen und dazu stetig neue, praxisnahe Konzepte entwickeln“, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Initiative Frankfurter Stiftungen und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Diese Konzepte hätten nicht selten überregionalen Modellcharakter.
Um guten Stiftungsprojekten zum Durchbruch zu verhelfen, bedürfe es zweierlei: Zum einen einer ausgefeilten, erprobten Projektidee, zum anderen einer guten Öffentlichkeitsarbeit, die ihre Hebelwirkung nutzt, dieser Idee den Weg in die Breite zu ebnen.

„Nutzt man das Handwerkszeug geschickt, wird die Kommunikationslandschaft für Stiftungen zur Landschaft der Chancen: Dank guter, nützlicher Projekttätigkeit können sie sich mediale Reputation erarbeiten. Diese Reputation hilft wiederum, Gehör bei Entscheidern zu finden – sei es in der Politik, bei Verbänden oder bei potenziellen Partnern. Die Reputation erleichtert aber auch das wirkungsvolle Platzieren gesellschaftspolitischer Aussagen und steigert das Maß, in dem die Meinung von Stiftungen in Expertenkreisen gefragt ist: als Meinung unabhängiger, kompetenter Akteure, die frische, innovative Impulse geben“, so Dr. Kaehlbrandt.

„Ohne eine funktionierende Öffentlichkeitsarbeit kann jedoch nicht gezielt über die Arbeit der Stiftungen informiert und zusätzliches Kapital zur Erfüllung des Stiftungszwecks generiert werden. Stiftungen können im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
sicherlich noch voneinander lernen“, so Hoyndorf.

Auf dem Podium diskutierten Prof. Werner d’Inka, Mitherausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung, Claudia Finke, Geschäftsführerin Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Clemens Greve, Vorstand Initiative Frankfurter Stiftungen und Geschäftsführer Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, und Dr. Christof Schenk, Geschäftsführer Zoologische Gesellschaft Frankfurt und Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt, die Möglichkeiten zur Öffentlichkeitsarbeit für Stiftungen.

 

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