IHK Frankfurt begrüßt Masterplan Industrie – „Nun muss es zügig weitergehen“

27.11.2013

Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) ist mit der Industriestudie Frankfurt am Main 2013, die der Beirat Masterplan Industrie heute vorgestellt hat, ein wichtiger Fortschritt für den Industriestandort Frankfurt gelungen. „Nun muss aus der vorliegenden Studie ein Konzept entwickelt werden, das konkrete Handlungsfelder benennt und zu einer politischen Umsetzung führt“, betont Detlev Osterloh, Geschäftsführer des Geschäftsfelds Innovation und Umwelt bei der IHK Frankfurt. Die IHK Frankfurt hoffe, dass das geplante „Räumlich-Funktionale Entwicklungskonzept" zügig bis zum nächsten Sommer fertiggestellt wird und auf dieser Grundlage Handlungsfelder für die Stadt festgelegt werden.

Aus Sicht der IHK Frankfurt gehe es bei dem weiteren Erkenntnis- und Umsetzungsverfahren darum, die politische Bedeutung der Industrie im Magistrat auf eine breite Ebene zu stellen. Neben dem Wirtschaftsdezernat seien das Verkehrs- und Planungsdezernat in gleicher Weise angesprochen. Diese Felder müssten im Laufe des Prozesses einbezogen werden, um wichtige Anliegen der Wirtschaft fachübergreifend zu lösen und Konflikte weitsichtig zu vermeiden.

„Die Stadt muss darauf hinwirken, dass Industriegebiete nicht durch Dienstleister in ihrem Charakter verändert bzw. aufgeweicht werden. Wenn sich beispielsweise Einzelhändler in der Nähe eines Störfallbetriebs ansiedeln möchten, führt dies zu Spannungen“, erklärt Osterloh.

Ein weiteres Anliegen sei die Ausweisung von Entwicklungsgebieten, so der IHK-Geschäftsführer. In den Industrieparks seien zwar noch Flächen verfügbar, aber nicht für jedes Unternehmen passe die aufwändige Infrastruktur eines Industrieparks. „Das bedeutet: Wir benötigen auch Flächen jenseits der Industrieparks. Unternehmerisches Wachstum muss unter unterschiedlichen infrastrukturellen Bedingungen möglich sein.“


Laut Osterloh ist die Gewerbesteuer ein weiteres wichtiges Anliegen für die Industriebetriebe am Standort. „Frankfurt liegt bereits in der Spitzengruppe beim Hebesatz und darf nicht zum Höchststeuerstandort in Deutschland werden. Das würde jeder unternehmerischen Entwicklung entgegen wirken. Wenn man den Masterplan als einen politischen Prozess begreift, muss dieser Hinweis immer ergänzt werden“, betont der Geschäftsführer.

Die Initiative zum Aufstellen des Masterplans Industrie ist von der Stadt Frankfurt und der IHK Frankfurt gemeinsam angestoßen worden, um Antworten zu finden auf die Frage: Wo soll sich die Industrie in Frankfurt weiter entwickeln? Hintergrund dafür war die Beobachtung an verschiedenen Standorten, dass die Entwicklung der Industrie durch andere Nutzungen und Ansprüche zunehmend behindert wird. Der Masterplan Industrie soll dazu beitragen, den Stellenwert der Industrie in der Stadt nachhaltig politisch und planerisch zu verankern und ein klares Signal an die Industrieunternehmen zu geben, dass ihre Weiterentwicklung unterstützt wird.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Telefon:

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488