IHK fördert Frankfurter Hauptschulprojekt

13.12.2013

 

Die Industrie- und Handelskammer löst zu Gunsten des „Frankfurter Hauptschulprojektes“ die Jubiläumsstiftung der IHK Frankfurt am Main in Höhe von 150.000 Euro auf. „Mit diesem Schritt wird eine Anlage, die vor mehr als hundert Jahren für gemeinnützige Zwecke gebildet wurde, der dringend benötigten Verbesserung der Berufsorientierung der Schüler zugeführt“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Die IHK-Vollversammlung hat dieser Verwendung am Donnerstag zugestimmt.

Das Frankfurter Hauptschulprojekt wurde 2006 u.a. von der IHK Frankfurt initiiert. Das Projekt, das inzwischen von der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung, einem stadtnahen gemeinnützigen Verein, durchgeführt wird, organisiert systematisch die Berufsorientierung und den Übergang von Hauptschülern in die duale Berufsausbildung. Der Verein unterhält intensive Kontakte zu IHK-Mitgliedsunternehmen im IHK-Bezirk, vornehmlich im Stadtgebiet. „Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels ist eine verbesserte Berufsorientierung von Hauptschülern ein wichtiger Baustein zur Nachwuchssicherung der Unternehmen. Das Frankfurter Hauptschulprojekt ist dabei ein beispielhafter Akteur.“

Die IHK Frankfurt am Main ist Rechtsträger des Stiftungsvermögens der Jubiläumsstiftung. Bei dieser Stiftung handelt es sich um eine unselbstständige gemeinnützige Stiftung ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der IHK Frankfurt am Main 1908 errichtet wurde.


Das Frankfurter Hauptschulprojekt wurde 2006 von der IHK Frankfurt gemeinsam mit der Degussa AG, der Handwerkskammer FrankfurtRheinMain, der VHU sowie federführend dem Staatlichen Schulamt aufgelegt. Damit wurden die unterschiedlichen Initiativen rund um das Thema Berufsorientierung und Unterstützung zum Übergang von Schule und Beruf erfolgreich gebündelt.

Systematisch werden Hauptschüler in Abgangsklassen an Schulen mit dem Bildungsgang Hauptschule auf ihren Willen zum Übergang in duale Berufsausbildung befragt und in ihrer Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche begleitet. Bausteine sind Besuche bei Ausbildungsunternehmen in Kleingruppen, die regelmäßige Ermunterung zur Bewerbung, zur Information bei der Arbeitsagentur, das Checken von Bewerbungsunterlagen durch Personalreferenten in Unternehmen und die Übung von Bewerbungsgesprächen, ebenfalls in Unternehmen. Über die IHK Frankfurt erhalten die Schüler die gefragten Praktikums- und Ausbildungsplätze bei IHK-Mitgliedsunternehmen. Die IHK arbeitet auch im Vorstand der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung mit, der von der Frankfurter Bildungsdezernentin Sarah Sorge geleitet wird.

Im vorigen Schuljahr wurden 832 Schüler im Hauptschulprojekt erfasst. Mehr als 200 davon hatten den Wunsch in Ausbildung zu gehen, 130 davon waren erfolgreich. Seit 2007 konnte die Übergangsquote in die duale Ausbildung mehr als verdreifacht und liegt derzeit bei 16 Prozent eines Abgangsjahrgangs.

Das Frankfurter Hauptschulprojekt wird aus Mitteln der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen finanziert. Da in Folge von Umstrukturierungen auf Landesebene die Landesfinanzierung umgestellt wurde, ist die Finanzierung ab Sommer 2014  noch nicht  vollständig gesichert. Die IHK-Vollversammlung möchte mit der Übertragung der Mittel aus der Jubiläumsstiftung zur Kontinuität beitragen und  durch ergänzende Bausteine die Weiterentwicklung der Arbeit des Hauptschulprojekts ermöglichen.

 

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