Verschlüsselung von Unternehmensdaten

06.01.2014

 

Die von Edward Snowden zu Tage gebrachten Erkenntnisse über den massenhaften Datenmissbrauch durch die USA haben unmittelbare Auswirkungen auf Unternehmen in Deutschland. „Das Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA bleibt bis auf Weiteres außer Kraft“, sagte Reinhard Fröhlich, Geschäftsführer der IHK Frankfurt am Main. „Die Unternehmen sind daher aufgefordert, ihren Datenverkehr mit Partnern in den USA kritisch zu überprüfen.“ In den Verhandlungen mit den USA über ein No-Spy-Abkommen habe sich bisher nichts ergeben. „Daher müssen alle Unternehmensdaten bei der Übertragung in die USA nachweislich sicher verschlüsselt werden.“ Unternehmer tragen die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, Produktentwicklern und nicht zuletzt den Investoren dafür, dass nur noch verschlüsselt Daten ins Ausland gelangen. „Die Datenschützer werden vermehrt auf das Verschlüsseln und den Nachweis der Verschlüsselung von Unternehmensdaten achten.“

Bereits im Sommer hatten die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer festgestellt, dass die Grundlage für das so genannte Safe-Harbor-Abkommen mit dem Ausspähen der bundesdeutschen Daten entzogen wurde. Dieses Abkommen hatte es deutschen Unternehmen bisher erlaubt, Daten legal in die USA zu transferieren. Dies galt sowohl für personenbezogene Daten und Produktentwicklungen als auch für relevante Korrespondenz, die über die Cloud eines amerikanischen Anbieters gesendet wird. Im Zweifelsfall sollten die Unternehmen die Beratung des Hessischen Datenschutzbeauftragten wahrnehmen. Mehr Informationen unter http://www.datenschutz.hessen.de

 

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