Gestrichene Sprachkurse:
Katastrophales Signal für Einwanderungsland Deutschland

22.04.2014

 

Als katastrophales Signal für das „zarte Pflänzchen Willkommenskultur” in Deutschland bezeichnete Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die abrupte Streichung der Deutschkurse für Migranten. Zum 1. April 2014 hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitgeteilt, dass in diesem Jahr keine Mittel zur berufsbezogenen Sprachförderung für Migranten mehr bewilligt werden könnten. Neue Kurse soll es demnach erst ab 2015 geben, da die Haushaltsmittel aufgebraucht seien. Die Förderung kommt vor allem arbeitslosen Migranten zugute, denen damit ein Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingen soll. In Hessen gab es im Jahr 2013 2.500 Sprachangebote. Allein in der Stadt Frankfurt werden von einem Trägerkonsortium - dem Internationalen Bund, Berlitz, berami und der Lehrerkooperative - mehr als 400 Menschen jährlich in einem 17 wöchigen Lehrgang mit Praktikum geschult. Derzeit warten 150 Menschen auf den Einstieg in einen Sprachkurs, weitere 80 auf einen Anschlusskurs. „Wenn im Ausland bekannt wird, mit welcher Politik wir hier mit Zugewanderten umgehen, wird man uns unsere Bemühungen um eine Willkommenskultur nicht glauben”, kommentierte Prof. Müller die Entscheidung des BAMF. Er forderte die Stadt Frankfurt und die Arbeitsagentur auf, sich um eine Zwischenfinanzierung zu bemühen.

 

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