Wirtschaft in Spitzenstimmung: IHK-Geschäftsklima steigt um vier Zähler auf 129 Punkte

21.05.2014

„Das Geschäftsklima der Wirtschaft im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie der Stadt Frankfurt am Main erreicht den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Zuversicht steigt in fast allen Branchen, der Aufschwung gewinnt an Breite: 91 Prozent der Unternehmen berichten aktuell von guten oder befriedigenden Geschäften. Fast ein Drittel der Betriebe rechnet in den nächsten Monaten mit noch besseren Geschäften“, kommentiert Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Konjunkturumfrage der IHK Frankfurt am Main. An der Umfrage zum Frühsommer 2014 hatten sich mehr als 2.800 Mitgliedsunternehmen beteiligt.

„Die wachsende Investitionsfreude untermauert die steigende Zuversicht der Unternehmen. Denn jede Investition steht für eine langfristige Verpflichtung und setzt Vertrauen in einen nachhaltigen Aufschwung voraus. Vor einem Jahr wollte jedes fünfte Unternehmen mehr investieren, mittlerweile planen 23 Prozent der Unternehmen, ihre Investitionsausgaben zu steigern“, so Prof. Dr. Müller weiter.


Zugleich dürfen nach Ansicht von Prof. Dr. Müller die Konjunkturrisiken nicht unterschätzt werden: Die Konjunkturumfrage zeigt, dass jeweils 36 Prozent der Unternehmen Arbeitskosten und den Fachkräftemangel als Gefahren für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung nennen. 30 Prozent der Unternehmen sehen in den Energie- und Rohstoffpreisen ein Risiko für die Zukunft. „Deshalb müssen die Fachkräftesicherung und die Energiewende ganz oben auf der politischen Agenda bleiben, um mit zukunftsfähigen wirtschaftspolitischen Konzepten die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft nachhaltig zu stärken“, schlussfolgert der IHK-Präsident.

Detailergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2014:


Geschäftsklima. Das IHK-Geschäftsklima steigt im Vergleich zum Jahresbeginn um vier Zähler auf 129 Punkte (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Dabei zeigen sich sowohl die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen als auch deren Erwartungen für den Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten verbessert. Inzwischen beurteilen 46 Prozent der Betriebe im IHK-Bezirk Frankfurt am Main ihre Geschäftslage als gut (plus vier Prozentpunkte), weiterhin neun Prozent berichten von schlechten Geschäften. 31 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass ihre Geschäfte in den kommenden Monaten besser laufen werden (plus drei Prozentpunkte), zehn Prozent erwarten einen schlechteren Geschäftsverlauf (plus ein Prozentpunkt).

Beschäftigung. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen sind weiter im Aufwind. 89 Prozent wollen in den folgenden Monaten zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse schaffen oder ihre Belegschaften konstant halten. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorumfrage. Insbesondere die Unternehmen der Verkehrswirtschaft sowie der Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft wollen verstärkt neue Arbeitsplätze schaffen.


Investitionen. Die Investitionspläne der Unternehmen stabilisieren sich auf gutem Niveau. 23 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten Monaten ihre Investitionsausgaben zu erhöhen, 15 Prozent wollen weniger als zuvor investieren. Vor allem für die Unternehmen der Pharmazeutischen Industrie und die Hersteller von Druckerzeugnissen lässt der IHK-Investitionsindikator eine deutliche Zunahme der Investitionsausgaben erwarten.

Exporte. Ihre Absatzchancen im Ausland beurteilen die Unternehmen mit ungetrübter Zuversicht. Trotz der angespannten politischen Lage im Osten Europas erwarten mehr Unternehmen als zuvor, dass ihre Exporterlöse in den nächsten Monaten steigen (plus ein Prozentpunkt auf 27 Prozent). Konstant bei acht Prozent bleibt der Anteil, der mit sinkenden Ausfuhren rechnet.

Branchen. Der Konjunkturaufschwung steht auf einem breiten Fundament. Spitzenreiter beim Geschäftsklima sind die Unternehmen der Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft. Der IHK-Geschäftsklimaindex für die Branche steigt um drei Zähler auf 137 Punkte. Starke 97 Prozent der Unternehmen berichten aktuell von guten oder befriedigenden Geschäften (Vorumfrage: 99 Prozent), 94 Prozent erwarten in den kommenden Monaten bessere oder gleichbleibende Geschäfte (Vorumfrage: 93 Prozent). Den größten Stimmungsanstieg gibt es bei den Großhändlern und Handelsvermittlern, bei denen das Geschäftsklima um satte 16 Zähler auf 129 Punkte zulegt. Die Zahl der Unternehmen, die von einer guten Geschäftslage berichten, ist um zehn Prozentpunkte gestiegen (42 Prozent). Nur 13 Prozent berichten von schlechten Geschäften. In den kommenden Monaten erwarten nur noch sechs Prozent der Unternehmen eine ungünstigere Entwicklung ihrer Geschäfte (minus sieben Prozentpunkte), 35 Prozent dagegen bessere (plus zwölf Prozentpunkte). Einen Stimmungsrückgang verzeichnen das Baugewerbe und die Verkehrsunternehmen. Das Geschäftsklima in den Branchen sinkt um fünf bzw. drei Zähler auf 110 und 123 Punkte. In beiden Branchen ist es vor allem die deutlich schwächere Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, die das Geschäftsklima sinken lässt.

 

Weitere Informationen: IHK-Konjunkturumfrage.

 

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