Trotz Nachbesserungen: Rentenpaket ist Bürde für die Zukunft

23.05.2014

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) beurteilt das Rentenpaket auch nach den kurzfristig vereinbarten Regelungen, die den Missbrauch der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren verhindern sollen, weiterhin überwiegend kritisch. IHK-Präsident Prof. Dr. Mathias Müller sagte zur heutigen Verabschiedung des Rentenpakets im Deutschen Bundestag: „Die grundsätzlichen Fehler der Rente mit 63 bleiben bestehen: Anreize für ein früheres Ausscheiden aus dem Berufsleben passen nicht in Zeiten des demografischen Wandels. Ältere Arbeitnehmer werden dringender denn je benötigt. Mit Blick auf die Fachkräftesituation in Hessen ist die Rente mit 63 besonders fatal, denn die Regelungen dürften vor allem Facharbeiter nutzen. Bereits heute resultiert die Fachkräftelücke aber schon zu 90 Prozent aus fehlenden Fachkräften mit einer beruflichen Ausbildung. Durch die neuen Regelungen wird diese Situation noch weiter verschärft."

Prof. Müller sprach sich stattdessen für flexiblere Übergänge in die Rente aus, um dem ‚Bremsklotz Fachkräftemangel‘ zu begegnen: „Die Rahmenbedingungen für längeres Arbeiten müssen besser werden. Dazu müssen beispielsweise Rentner befristet beschäftigt werden können. Bereits heute gibt es die Teilrente. Diese Option sollte in Zukunft noch häufiger genutzt werden, um einen flexiblen Übergang in den Rentenbezug zu ermöglichen."

 

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