Gemeinsam Wohnraum für die Region schaffen

10.07.2014

 

Die IHK Frankfurt am Main erwartet für die Metropolregion FrankfurtRheinMain in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als zwei Prozent. „Regional läuft es also gut, obwohl die große Politik die strukturellen Standortkosten steigen lässt. Die Rente mit 63, der flächendeckende Mindestlohn und die steckengebliebene Energiewende werden mittelfristig die Wirtschaft belasten und uns im globalen Wettbewerb belasten“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie und Handelskammer Frankfurt am Main, beim IHK-Empfang „Wirtschaft trifft Politik“ im Weißen Saal des Bad Homburger Schlosses. Bei diesem Empfang lädt die IHK Vertreter der beiden Landkreise und der 24 Kommunen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main ein, um Perspektiven des Wirtschaftsstandorts zu besprechen.

Arbeiten und Wohnen für Fachkräfte bezeichnete Prof. Dr. Müller als das große gemeinsame Anliegen von Unternehmen und Politik in der Metropolregion. In den vergangenen Jahren wurde schon viel in dieser Richtung unternommen, so etwa mit dem Runden Tisch „Wohnen in der Region“. In 23 Kommunen sind 53 Flächen mit insgesamt 345 Hektar identifiziert und in ein Immobilienportal der Metropolregion FrankfurtRheinMain eingestellt werden. „Es ist schön, dass sich dieser Initiative jetzt auch Wiesbaden und Mainz angeschlossen haben und das Angebot auf diese Region ausgeweitet wird. Alles dies sind gute Schritte, aber sicher noch lange nicht das Ende“, so Prof. Dr. Müller. „Unsere Metropolregion FrankfurtRheinMain hat die Besonderheit, dass viele Hunderttausende im Umland wohnen und zu ihren Arbeitsstätten in Frankfurt oder anderen Städten der Region einpendeln.
Unsere Aufgabe, die Aufgabe der politischen Gestalter, muss es nun sein, aus dieser funktionalen Integration als nächstes eine sinnvolle Struktur auch für die Bereiche Arbeiten und Wohnen zu entwickeln. Wenn uns dies gelingt, wenn die verschiedenen Standorte und Funktionen richtig ineinander greifen, werden wir weiterhin erfolgreich sein bei Erhalt und Ansiedelung von Unternehmen.“

Eine attraktive Metropolregion brauche auch eine zukunftsfähige Infrastruktur und kommunale Akteure, die in der Lage sind, diese Zukunft zu gestalten. „Kommunen müssen ausreichend finanziert sein, damit sie die harten und weichen Standortfaktoren sinnvoll gestalten können. Weil uns die Gestaltungskraft der Kommunen am Herzen liegt, sprechen wir uns auch für eine ordentliche und tragfähige Neuregelung des kommunalen Finanzausgleichs durch das Land Hessen aus. Wir sprechen uns ebenfalls für eine Neuregelung des bundesweiten Länderfinanzausgleichs aus mit der Erwartung, dass die Lasten unseres Bundeslandes geringer werden und die Kommunen - wie vom Ministerpräsidenten versprochen - davon auch profitieren werden“, sagte der IHK-Präsident.  

„Allerdings erwarten wir von den Kommunen auch eine eigene Strategie zur Sanierung ihrer Haushalte und eine Strategie zur Entwicklung der Einnahmen von den Gewerbebetrieben.“ Solide kommunale Haushaltspolitik brauche eine kluge Gewerbepolitik als Grundlage. Wer zu wenig Unternehmen ansiedele und zu wenig Gewerbesteuer einnähme, könne nicht richtig gestalten. Wer aber zu viel Gewerbesteuer verlange, verliere an Attraktivität als Unternehmensstandort.
 

 

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