Kinderbetreuung weiter ausbauen und flexibilisieren
IHK-Umfrage zur Kinderbetreuung in Hessen: Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität

01.08.2014

 

Viele hessische Unternehmen sehen auch ein Jahr nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder weiterhin Handlungsbedarf, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. In einer aktuellen Umfrage der hessischen Industrie- und Handelskammern berichten 62 Prozent der Unternehmen von Beeinträchtigungen der betrieblichen Abläufe durch ein unzureichendes Betreuungsangebot von Kleinkindern. „Trotz einer insgesamt verbesserten Betreuungssituation von Kindern bis ins Schulalter hinein, sind immer noch viele Betriebe unzufrieden mit den Angeboten zur Kinderbetreuung. Immer noch 88 Prozent der Unternehmen wünschen sich, dass die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen am Nachmittag ausgeweitet werden. 52 Prozent sehen Handlungsbedarf bei der Sicherstellung der Wochenend- und Randzeitenbetreuung nach 18 Uhr. 83 Prozent der Unternehmen fordern, die Zuverlässigkeit der Betreuung auch in den Ferien sicherzustellen. Dies zeigt, dass die Politik trotz aller in den vergangenen Jahren erreichten Erfolge weiter am Ball bleiben muss, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern“, kommentierte Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), die Ergebnisse der aktuellen
IHK-Umfrage, bei der die Antworten von mehr als 180 hessischen Unternehmen ausgewertet wurden.

Viele Unternehmen werden selbst aktiv, um ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Fast schon selbstverständlich sind flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten, die von 89 Prozent der hessischen Unternehmen angeboten werden. 59 Prozent der Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern Heimarbeit. Jedes fünfte Unternehmen unterstützt Beschäftigte mit Kindern durch die Organisation von Ferienbetreuungsangeboten. 37 Prozent ermöglichen es, Kinder mit an den Arbeitsplatz zu bringen, 30 Prozent leisten finanzielle Zuschüsse zur Kinderbetreuung.

 

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