FrankfurtRheinMain braucht die Regionaltangente West

10.10.2014

 

Die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain braucht die Regionaltangente West (RTW). Auf die Vorteile für die Beschäftigten und Betriebe in den Standorten entlang der geplanten neuen Schienenverbindung in der Region westlich von Frankfurt haben die Industrie- und Handelskammern Frankfurt am Main und Offenbach am Main hingewiesen. „Mit der 44 Kilometer langen Schienenverbindung von Bad Homburg über den Flughafen bis nach Neu-Isenburg werden zigtausende von Arbeitsplätzen schneller erreichbar. Die Wirtschaftsstandorte entlang der Linie werden für Unternehmen attraktiver, die Region rückt näher zusammen, so dass sich auch die Wohnsituation für Fachkräfte ein Stück mehr entspannen dürfte“, sagten Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, und Alfred Clouth, Präsident der IHK Offenbach am Main, bei der Vorstellung einer Plakataktion der IHKs zur Unterstützung der RTW am Freitag in Frankfurt.

 

Für die Unternehmen und die Fachkräfte im Hochtaunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis und im Landkreis Offenbach ist die Regionaltangente West ein verkehrsstrategisch bedeutendes Projekt. 69 Prozent der Beschäftigten in den IHK-Bezirken pendeln zu ihrem Arbeitsplatz; nur ein kleinerer Teil der Beschäftigten wohnt in der Stadt bzw. Gemeinde, in der sie arbeiten.

 

Die IHKs Frankfurt und Offenbach haben daher eine Kampagne zur Unterstützung der RTW initiiert. Plakate mit Namen der Unterstützer aus Politik und Wirtschaft werden in den Rathäusern und in vielen Unternehmen entlang der geplanten RTW-Strecke in den nächsten Wochen aufgehängt. Zielgruppe sind die Bürger und Mitarbeiter in den Betrieben, denn sie werden die direkten Nutznießer der RTW sein. „Wir freuen uns, dass unser Aufruf zur Teilnahme an dieser Kampagne von den Bürgermeistern und Landräten, vom Hessischen Verkehrsminister und von den Unternehmen in der Metropolregion so positiv aufgenommen  worden ist“, sagten die IHK-Präsidenten. Auf den Plakaten sind mehr als 40 Unternehmer und Politiker versammelt. Die Kampagne wird im Internet fortgesetzt und soll in den nächsten Wochen mehr als hunderttausend Beschäftigte in den Unternehmen der Metropolregion FrankfurtRheinMain erreichen.

 

Für das Land Hessen sagte Mathias Samson, Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium: „Der Verkehr in der Metropolregion nimmt stetig zu, doch die bestehenden Kapazitäten der Verkehrsträger sind so gut wie ausgereizt. Die RTW ist daher dringend erforderlich zur Sicherung der Mobilität der Metropolregion. Sie wird als neue Linie die anderen Verkehrsträger entlasten und hat das Potenzial, mehr Pendler als bisher zum Umstieg vom Auto auf die Schiene zu bewegen.  Das Land  hat deshalb ein hohes Interesse an ihrer Realisierung und setzt sich dafür ein, dass der Planungsprozess der RTW beschleunigt und in einem transparenten Verfahren schnellstmöglich zum Abschluss gebracht wird.“ 

 

Der Aufsichtsratsvorsitzende der RTW-Planungsgesellschaft, der Frankfurter Verkehrsdezernent Stefan Majer, brachte seine große Freude über die Plakataktion der IHK zum Ausdruck: „Die Regionaltangente West ist ein überaus innovatives Projekt. Zweisystemfahrzeuge ermöglichen es, auf Eisenbahn- und Stadtbahnabschnitten mit ihren sehr unterschiedlichen Anforderungen zu fahren und somit neue ÖPNV-Verbindungen zwischen vielen Arbeitsstätten und Wohnorten zu schaffen, die bislang nicht oder nur unzureichend erschlossen sind. Da in den nächsten Jahren viele schwierige und langwierige Planungsschritte bevorstehen, bei denen wir es nicht jedem Recht machen können, sind wir darauf angewiesen, den Nutzen der RTW ins Bewusstsein der Beschäftigten und Unternehmen in der Region zu tragen. Dabei unterstützt uns die Plakataktion der IHK ungemein.“

 

Markus Pauly, Direktor Commercial & Development Hub Frankfurt bei der Deutschen Lufthansa, sagte, die Regionaltangente West werde insgesamt den Pendlerstrom  der Lufthansa-Mitarbeiter zum und vom Flughafen sehr entlasten und die Attraktivität des RMV deutlich steigern. Von den insgesamt 37.000 Mitarbeitern im Lufthansa-Konzern sind über 30.000 im Besitz eines Jobtickets. “Viele davon nutzen aber weiterhin das Auto.” Die RTW könnte die Nutzung des Jobtickets deutlich steigern. “Der Flughafen Frankfurt mit insgesamt 78.000 Mitarbeitern ist die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands mit einem entsprechenden Pendleraufkommen, das noch mehr auf die Schiene verlagert werden könnte.“

 

Den Planungen zufolge werden mit der Regionaltangente West nach Fertigstellung jeden Tag 46.000 Menschen fahren. Etwa 15.000 davon werden dafür sogar das Auto stehen lassen. Die RTW spart damit 300 Tankfüllungen pro Tag – das sind über 5,5 Millionen Liter Kraftstoff im Jahr und ca. 12.000 Tonnen Kohlendioxid. Gesellschafter der RTW-Planungsgesellschaft mbH sind der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Bad Homburg v. d. H., Frankfurt am Main, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Kreis Offenbach; das Beitrittsverfahren für die Städte Schwalbach am Taunus und Eschborn läuft noch; der Beitritt der Stadt Neu-Isenburg und des Landes Hessen ist in Vorbereitung.

GEMEINSAM FÜR DIE REGIONALTANGENTE WEST – Wir steigen ein
Statement von Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main
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Statement von Alfred Clouth, Präsident der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main
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