IHK-Kreisbereisung 2014: Verhaltene Erwartungen zur Geschäftsentwicklung im HTK – RTW lässt Metropolregion zusammenwachsen

13.10.2014

 

„Ähnlich wie im gesamten IHK-Bezirk berichten fast 90 Prozent der Unternehmen im Hochtaunuskreis weiterhin von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage. Allerdings sind die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung verhalten“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), im Anschluss an die IHK-Kreisbereisung 2014 durch den Hochtaunuskreis.

Die Kreisbereisung führte die Delegation der IHK gemeinsam mit Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises, Axel Bangert, Bürgermeister von Weilrod,
Marcus Kinkel, Bürgermeister von Schmitten, und Natascha Ramadanovic, Wirtschaftsförderin Hochtaunuskreis, in die Firmen Druckerei Esser + Verlag  in Weilrod und Fa. Müller + Co GmbH Kunststoff Fenster in Schmitten. 

Aktuell sieht die IHK Frankfurt bei den Unternehmen im Hochtaunuskreis eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Zukünftige Geschäftsentwicklungen sehen die Unternehmen des Hochtaunuskreises jedoch kritischer. Nur noch knapp 20 Prozent der Unternehmen im Hochtaunuskreis rechnen mit einer günstigeren Lage (minus elf Prozentpunkte im Vergleich zur Frühsommer-Umfrage). Die größten Risiken sehen die Unternehmen im Hochtaunuskreis nun vermehrt in der Binnennachfrage (51 Prozent) und in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (47 Prozent), was einen Anstieg um sechs bzw. vier Prozentpunkte gegenüber der Vorumfrage bedeutet.
„Die weltweiten Krisen trüben den Optimismus der Unternehmer allerorts ein. Das Dauerproblem ‚Fachkräftemangel‘ drückt auf die Erwartungen zur Wirtschaftsentwicklung auch im Hochtaunuskreis. Gespräche und Umfragen zeigen, dass ein wachsender Teil von Unternehmen offene Stellen nicht mehr besetzen kann. Das Fachkräfteangebot vor Ort reicht oft nicht mehr aus, Spezialisten sind nicht in dem nötigen Umfang oder der erforderlichen Ausprägung zu bekommen“, so Prof. Dr. Müller.

Wirtschaft und Politik seien gemeinsam gefragt, dieses Problem zu lösen. Als Wirtschaftsstandort müssten den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung gestellt werden, damit FrankfurtRheinMain weiter wachsen und wettbewerbsfähig gegenüber anderen Metropolregionen bleiben könnte. Jede Metropolregion müsse sich heute darauf einstellen, dass die Menschen zunehmend in Räume zögen, die wirtschaftliche, technologische und kulturelle Vielfalt sowie einen hohen Freizeitwert böten. „Hier im Hochtaunuskreis gibt es besonders ein Vorhaben, das die Region weiter zusammenwachsen lassen wird und ihre Attraktivität erhöht: die Regionaltangente West (RTW). Die Idee dazu gibt es seit vierzig Jahren, aber nun endlich macht es den Anschein, dass das Vorhaben auch realisiert werden könnte“, lobte der IHK-Präsident.

Die Regionaltangente West soll von Bad Homburg über Oberursel, Eschborn, Frankfurt-Höchst, den Flughafen bis nach Dreieich und Neu-Isenburg führen. Die IHK Frankfurt am Main begrüßt das Projekt und setzt sich für dessen Realisierung ein. „Es ist sehr erfreulich und auch unserem Zureden zu verdanken, dass das Land Hessen bei der RTW-Planungsgesellschaft einsteigen wird“, so Prof. Dr. Müller.
Die IHK Offenbach und die IHK Frankfurt haben am vergangenen Freitag in einer Pressekonferenz eine Plakataktion vorgestellt, die die öffentliche Erwartung für die RTW wecken soll. Zielgruppe der Plakataktion sind die Mitarbeiter in den Unternehmen längs der Strecke.

Der Hochtaunuskreis gehört neben dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Frankfurt zum Bezirk der IHK Frankfurt am Main. Durch die Geschäftsstellen Bad Homburg und Hofheim ist die IHK Frankfurt in den beiden Taunus-Landkreisen präsent. Im Hochtaunuskreis zählt die IHK Frankfurt rund 20.000 Mitglieder. Insgesamt hat die IHK Frankfurt etwa 100.000 Mitgliedsunternehmen.

 

Ansprechpartner

Anne Stephanie Waldeck Unternehmenskommunikation stellvertretende Pressesprecherin
Telefon: 069 2197-1584 Fax: 069 2197-1488

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488