Hessische Wirtschaft auf Kurs

09.02.2015

 

Hessens Unternehmen starten optimistisch in das neue Jahr und lassen den trüben Konjunkturherbst 2014 vorläufig hinter sich. "Der historisch niedrige Spritpreis und die rekordverdächtige Beschäftigungslage beflügeln die Konjunktur, der schwache Euro lässt die Ausfuhren sprudeln“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), anlässlich der aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter fast 9.000 Mitgliedsunternehmen in Hessen. Das IHK-Geschäftsklima für Hessen ist seit der Herbst-Umfrage um zwei Zähler gestiegen und liegt aktuell bei 118 Punkten (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Der Anteil der Unternehmen, die von einer guten Geschäftslage berichten, ist um zwei Punkte auf 41 Prozent gestiegen. Auch die Erwartungen hellen sich leicht auf: 85 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten bessere oder gleich gute Geschäfte, das ist ein Plus von einem Prozentpunkt.

"Wir wären froh, wenn sich diese Trends im Gesamtjahr durchsetzten", sagte der ARGE-Vorsitzende. Das Wachstumspotenzial für 2015 werde durch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen möglicherweise eingeschränkt. "Der Mindestlohn treibt nicht nur die Arbeits-, sondern auch die Bürokratiekosten in die Höhe, das Rentenpaket verschlimmert die Fachkräftesituation und die von der EZB angekündigte Geldschwemme droht das Reformtempo in europäischen Krisenstaaten zu drosseln", so Prof. Dr. Müller.

Die weiteren Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Detail:

Beschäftigung. Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort. 16 Prozent der hessischen Unternehmen planen, mehr Beschäftigte einzustellen, nur  zwölf Prozent planen einen Stellenabbau.

Investitionen. Die Investitionslaune steigt im Vergleich zum Herbst 2014. Aktuell wollen 22 Prozent der Unternehmen in nächster Zeit mehr für Investitionen ausgeben, 18 Prozent planen, ihr Investitionsvolumen zu reduzieren.

Exporte. Die Zuversicht der hessischen Exporteure wächst. Mit einem höheren Exportvolumen rechnen in den kommenden Monaten 29 Prozent, das entspricht einer Zunahme von drei Punkten gegenüber der Vorumfrage. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen rechnet mit sinkenden Ausfuhrerträgen.

Branchen. Der IHK-Geschäftsklimaindikator steigt in den meisten Branchen an. Sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen der Großhändler und Handelsvermittler verbessern sich deutlich, der Geschäftsklimaindex wächst um starke elf Punkte auf 117 Zähler. Spitzenreiter beim Geschäftsklima sind die Unternehmensbezogenen Dienstleister mit 130 Zählern. Der Index hat im Vergleich zur Vorumfrage noch einmal um fünf Punkte zugelegt. In der Bauwirtschaft, im Einzelhandel und bei den Personenbezogenen Dienstleistern trübt sich die Stimmung allerdings ein. Der Geschäftsklimaindex im Baugewerbe sinkt um sechs Punkte auf      112 Zähler. Der Rückgang ist nicht nur saisonbedingt, sondern auch Ergebnis der unsicheren Entwicklung bei den Gewerbeimmobilien. Der Geschäftsklimaindex des Einzelhandels rutscht trotz Weihnachtsgeschäft um fünf Punkte auf 103 Zähler. Der Klimaindex der Personenbezogenen Dienstleister verliert satte acht Punkte und liegt nun bei 114 Zählern.

 

Den Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs finden Sie unter: http://www.frankfurt-main.ihk.de/standortpolitik/konjunktur_statistik/konjunktur/konjunkturbericht/hessen/index.html
 

 

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