Kammern starten Online-Umfrage zur Arbeitsstätten-Verordnung
Verunsicherung im Mittelstand zum Gesetz-Entwurf der Bundesregierung

10.02.2015

 

Metallspinde für alle? Fenster für jede Toilette? Gasmasken für Kellner in Raucherkneipen? Viele solcher Fragen sind aufgekommen durch den Entwurf der neuen Arbeitsstättenverordnung (AVO), den die Bundesregierung im Oktober 2014 verabschiedet hat. „Die neue AVO sorgt wegen möglicher Überregulierung für Verunsicherung in der Wirtschaft", so Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Auch Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, sagt: „Insbesondere für die kleinen Betriebe des Handwerks sind die komplett überarbeiteten und erweiterten Texte eine bürokratische Belastung.“ Die Arbeitsstättenverordnung legt fest, was der Arbeitgeber beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu beachten hat. Geregelt werden etwa Anforderungen an Arbeitsräume, Pausen-, Bereitschafts- und Sanitärräume, Beleuchtung, Belüftung und Raumtemperatur.

 

Die neue Arbeitsstättenverordnung (AVO)  ist noch nicht in Kraft getreten. Zahlreiche hessische Unternehmen und Verbände haben sich daher zusammen getan, um über die neuen Vorgaben zu informieren. Auf der Web-Seite www.arbeitsstaetten-verordnung.de stellen die hessischen Handwerkskammern, die hessischen Industrie- und Handelskammern, der DEHOGA Hessen und andere rufen zur Rückmeldung aus den hessischen Unternehmen auf. Auf dem Umfrage-Portal sollen die Unternehmen mitteilen, welche Auswirkungen die neuen Bestimmungen für sie haben werden und wie sie damit umgehen werden. Damit wollen die Kammern genauer ermitteln, wie groß die Belastungen für die Unternehmen sein werden. Je nach Ausgang der Umfrage wollen sie dann auf die Politik zugehen und Korrekturen des Verordnungsentwurfs anmahnen.

 

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