Vernetzte Region ist Vision für FrankfurtRheinMain

12.02.2015

 

Die Entwicklung einer gemeinschaftlichen regionalen Entwicklungsstrategie für die Metropolregion FrankfurtRheinMain hat der Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Prof. Dr. Mathias Müller, gefordert. „Zusammen mit relevanten Partnern auf kommunaler und Landesebene werden die IHKs eine Initiative für ein integriertes Entwicklungskonzept für die Region ergreifen“, sagte Prof. Dr. Müller auf dem 3. Frankfurter Immobilienkolloquium der IHK Frankfurt. Angesichts der demografischen Entwicklung und den daraus erwachsenen Anforderungen an die Kommunen reiche es nicht mehr aus, in einzelnen Bereichen wie Wohnen, Handel und Verkehr jeweils separate Lösungen in der Region zu finden. „Wenn FrankfurtRheinMain im Wettbewerb mit anderen Regionen bestehen will, brauchen wir ein integriertes Konzept, das weiter greift als die bisherige Übereinkunft der regionalen Akteure in Einzelfragen!“

Die Idee der „Region als Stadt der Zukunft“ müsse dabei das Leitmotiv sein. Daher müsse die bisher separat betriebene Stadtentwicklung auf Ebene der Region gehoben werden. „Weil FrankfurtRheinMain absehbar immer mehr das große wirtschaftliche Kraftzentrum der Republik wird, müssen wir auf Ebene der Metropolregion die richtigen Antworten finden“, sagte Prof. Dr. Müller. Der Zuzug von Arbeitskräften und die soziale Umschichtung der Bevölkerung in der Region würden sich fortsetzen, der Verkehr in und durch die Region werde weiter zunehmen, und zugleich würden die Anforderungen an die Lebensqualität in den Wohn-Quartieren wachsen. Gerade die Immobilienwirtschaft werde davon stark betroffen sein und müsse mit ihren Konzepten entsprechende Antworten formulieren.

Die Projekte „Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt“ und der „Runde Tisch Wohnen in der Region“, die beide unter Mitwirkung der IHK Frankfurt entstanden sind, müssten in Form eines integrierten Konzepts zur Regionalentwicklung fortgeführt werden. Die IHKs in der Region wollten dies auf Augenhöhe mit der Politik und anderen Partnern unternehmen und seien bereit, die Entwicklung eines „Masterplans Regionale Flächenentwicklung“ auch mit eigenen Mitteln zu unterstützen, kündigte der IHK-Präsident an. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass die individuellen Stärken der Kommunen in der Region erhalten blieben. „Jeder soll sein eigenes Instrument spielen, aber als Wirtschaftsregion sollten wir gemeinsam eine Melodie spielen.“

Grundsätzlich mahnte Prof. Dr. Müller mehr Transparenz und eine frühzeitige Einbindung der Betroffenen und der Wirtschaft in Planungsprozesse an. „Eine integrierte Regionalentwicklung ist nur machbar, wenn die Verzahnung klappt zwischen der kommunalen und politischen Programmatik mit den Interessen der Nutzer von öffentlichen Angeboten bzw. der sozialen Infrastruktur einerseits und mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten von Investoren, die die Angebote am Ende bereitstellen, andererseits.“

In einer Umfrage unter den Teilnehmern des Immobilienkolloquiums sprachen sich 40 Prozent für die Erarbeitung eines branchenübergreifenden Masterplans zur regionalen Wirtschaftsentwicklung aus. 35 Prozent der Teilnehmer hielten die Leistungsfähigkeit des Verkehrswegenetzes für das wichtigste regionalpolitische Anliegen. Zwei Jahre zuvor hatten die Teilnehmer des Immobilienkolloquiums auf dieselbe Frage noch andere Schwerpunkte benannt; damals hatten 38 Prozent die Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes nach vorne gestellt und nur 28 Prozent einen branchenübergreifenden regionalen Masterplan gefordert.

 

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