Konjunktur nimmt weiter Fahrt auf

​​15.06.2015

 

„Die Wirtschaft im IHK-Bezirk ist weiter im Aufschwung. 93 Prozent der Unternehmen in Frankfurt am Main, im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis berichten uns von guten oder befriedigenden Geschäften. Gegenüber der Vorumfrage ist das ein Plus von zwei Prozentpunkten“, so Professor Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, anlässlich der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Frankfurt am Main unter mehr als 2.700 Mitgliedsun-ternehmen im Hochtaunuskreis, im Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt am Main. „Auch die Erwartungen hellen sich weiter auf: Mittlerweile erwartet deutlich mehr als jedes vierte Unternehmen bessere Geschäfte in den kommenden Monaten.“

 

Der IHK-Geschäftsklimaindex für alle Branchen steigt um drei Punkte auf 127 Zähler. „Wahrscheinlich ist damit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.“, so Professor Dr. Müller weiter. Mini-Inflation, die niedrigen Zinsen und der günstige Euro befeuern weiterhin den privaten Konsum und die Exporte. Um das Wachs-tumstempo zu steigern, muss aber auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stärker aktiviert werden. „In Zeiten einer wachsenden Fachkräftelücke müssen wir uns zudem für die schnelle Eingliederung von Migranten und Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt stark machen.“ Der IHK-Fachkräftemonitor zeigt aktuell einen Fachkräftemangel im IHK-Bezirk von rund 44.000 Personen.

Detailergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2015:

 

Geschäftslage. Konstante 45 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main berichten von einer guten, starke 48 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Lediglich sieben Prozent bewerten ihre Geschäftslage als schlecht.

 

Geschäftserwartungen. 28 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass die Geschäfte in den kommenden Monaten noch besser laufen. 61 Prozent meinen, die Lage bleibt konstant und nur elf Prozent erwarten eine Verschlechterung.

 

Beschäftigung. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen zeigen sich robust. Zwar wollen konstante 22 Prozent mehr Personal beschäftigen, aber nur noch neun nach zuvor elf Prozent haben vor, Personal zu abzubauen.

 

Investitionen. Die Investitionsbereitschaft steigt nicht ganz so stark wie zum Jahresbeginn. Um einen Punkt fällt der Anteil der Unternehmen, die in den kommen-den Monaten mehr investieren wollen, auf 24 Prozent. 63 Prozent wollen ihre In-vestitionsausgaben nicht verändern, 13 Prozent planen, sie zu senken (minus zwei Punkte).

 

Exporte. Die Exporteure sind zuversichtlicher als noch in der Vorumfrage. Der Exportsaldo, also die Differenz zwischen den Anteilen der Unternehmen, die ein stei-gendes bzw. sinkendes Ausfuhrvolumen erwarten, steigt um fünf Zähler auf 30 Punkte.

 

Branchen. Das Geschäftsklima hat sich in fast allen Branchen verbessert. Spitzenreiter sind mit konstanten 132 Zählern die Unternehmensbezogenen Dienstleister, zu denen beispielsweise IT-Unternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros oder Unternehmensberatungen gehören. Auf Platz zwei folgt die Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft mit 131 Zählern (plus ein Punkt), gefolgt von der Industrie mit 130 Zählern (plus neun Punkte). Den höchsten Anstieg verzeichneten die Einzelhändler, deren Geschäftsklimaindex aufgrund guter Geschäftslage und Erwartungen um ganze 27 Punkte zulegt. In der Verkehrswirtschaft läuft es nicht mehr ganz so rund: Der Klimaindex fällt um sieben Punkte auf 117 Zähler. Das Schlusslicht bilden die Personenbezogenen Dienstleister, deren Klimaindex um einen Punkt sinkt auf 114 Zähler.

 

Geschäftsklima für alle Branchen der IHK Frankfurt am Main*

KojuFFM_FS15_ Lage_Zeitreihe gesamt-01
* Der Bezirk der IHK Frankfurt am Main umfasst den Hochtaunuskrei, den Main-Taunus-Kreis sowie die Stadt Frankfurt.

 

** JB: Jahresbeginn, FS: Frühsommer, HB: Herbst

 

1 Der Geschäftsklimaindex (linke Achse) dient als Barometer zur Beurteilung der aktuellen und der zukünftigen Geschäftslage in den Unternehmen. Er setzt sich aus der Lagebeurteilung und den Erwartungen der Unternehmen zusammen. Ein Wert von 100 stellt die Grenze zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung dar.

 

2 Die Lage und Erwartungen (rechte Achse) werden als Saldo aus den gewichteten positiven Antworten (Antwort: “wird steigen”) und negativen Antworten (Antwort: “wird sinken”) ermittelt. Neutrale Aussagen bleiben unberücksichtigt.

 

Lagebeurteilung für alle Branchen​KojuFFM_FS15__Zeitreihe_Geschaeftslage_gesamt-01

 

Erwartungen für alle Branchen​

KojuFFM_FS15__Zeitreihe_Erwartungen_gesamt-01
​​​

Beschäftigungsabsichten in allen Branchen​KojuFFM_FS15__Zeitreihe_Beschaeftigung_gesamt-01


​Investitionsbereitschaft in allen Branchen​KojuFFM_FS15__Zeitreihe_Investitionen_gesamt-01
 

Exporterwartungen in allen Branchen​KojuFFM_FS15__Zeitreihe_Export_gesamt-01


 

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