Unterstützung für KMU bei der Fachkräfteentwicklung

18.06.2015

 

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main bietet von nun an Unterstützung durch professionelle Fachkräfteentwickler, die kleine und mittlere Unternehmen bei den Themen Fachkräftesicherung und demographische Entwicklung unter die Arme greifen sollen.

 

Diese Fachkräfteentwickler sprechen Unternehmen gezielt an und analysieren den tatsächlichen Fachkräftebedarf sowie die Mitarbeiterstruktur. Im Fokus bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels des Unternehmens stehen Quereinsteiger und an- und ungelernte Mitarbeiter, denen ein Berufsabschluss in der ausgeübten Tätigkeit fehlt.

 

„Angesichts des immensen Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften, der in den nächsten Jahren immer drängender werden wird, können wir es uns nicht leisten, Arbeitnehmer, die geringqualifiziert sind, nicht weiter auszubilden. Einerseits geht es hier um die Interessen gerade kleiner und mittlerer Unternehmen. Andererseits geht es eben auch um soziale Integration. Berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sind für jeden von uns wichtiger Bestandteil von Lebenszufriedenheit und sozialem Glück“, sagte Karen Hoyndorf, Stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt am Main, anlässlich des Starts der Initiative der IHK.

 

Ausgangspunkt für das neue Angebot ist zum einen der große Fachkräftebedarf, den die Unternehmen erwarten. Derzeit fehlen schon rund 45.000 Fachkräfte im IHK-Bezirk, darunter 4.000 Akademiker, 10.000 beruflich Qualifizierte mit technischer Ausrichtung und sogar 31.000 Fachkräfte im kaufmännischen Bereich. 36 Prozent der Unternehmen geben uns in der aktuellen Konjunkturumfrage die Rückmeldung, dass der Fachkräftemangel ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung darstellt. Zum anderen hat das Hessische Wirtschaftsministerium mit „ProAbschluss“ eine Initiative gestartet, in deren Rahmen die Fachkräfteentwickler der IHK Frankfurt als Bildungscoaches arbeiten. Die Initiative ProAbschluss, die aus Landesmitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird, soll das Potenzial der Geringqualifizierten in Hessen heben: 400 000 Menschen in Hessen haben keinen Berufsabschluss, davon sind 340 000 beschäftigt.

 

„Ich möchte kleine und mittlere Unternehmen daraufhin sensibilisieren, sich Gedanken über ihre Fachkräfte zu machen und eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln. Sie sollen bei der erfolgreichen Entwicklung und Bindung von zukünftigen Fachkräften unterstützt und begleitet werden. Wenn ein Unternehmen sich dazu entscheidet, seine Mitarbeiter auf den Weg zum Berufsabschluss zu unterstützen, dann werden Fachkräfteentwickler seine Beschäftigten begleiten und hierfür zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen initiieren. Die Beratung für Unternehmen und ihre Geringqualifizierten Beschäftigten erfolgt bedarfsgerecht, individuell, neutral und kostenfrei“, sagte Frank Brückner, IHK-Fachkräfteentwickler für den Main-Taunus-Kreis.

 

Auch in anderen hessischen Landkreisen sind Fachkräfteentwickler eingesetzt, teilweise bei IHKs, bei Kreishandwerkerschaften oder bei der Wirtschaftsförderung eines Landkreises.

 

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