S.O.S. – Skyline ohne Strom: Schulen werden heute ausgezeichnet

Nach der positiven Resonanz im vergangenen Jahr setzt die IHK Frankfurt am Main ihre Schulkampagne zum Thema Energiesicherheit fort. Unternehmen, Versorger und Politiker mischen wieder kräftig mit – und lernen vom Nachwuchs noch einiges dazu.

 

Der Hintergrund: Die Gefahr eines Stromausfalls ist nicht von der Hand zu weisen. Die Anzahl der Blackouts nimmt zu, auch wenn nicht jeder sofort für den Verbraucher spürbar ist. Der Auslöser ist eigentlich ein erfreulicher: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung steigt. Doch das große Manko sind die veralteten Netze, manche von ihnen sind gar noch aus Vor-Kriegszeiten. Sie sind nicht darauf eingerichtet, die Strommengen von vielen kleinen, dezentralen Erzeugern einzusammeln und sinnvoll weiterzuleiten. Schnell gelangen die Netze somit an ihr Limit. Keine passende Infrastruktur – keine Energiewende. Für die wirtschaftsintensive Metropolregion Frankfurt wäre ein mehrstündiger Stromausfall eine Katastrophe.

 

Welche Folgen hat ein Blackout? Wie sehr unser Alltag und unsere Industrie von einer sicheren Energieversorgung abhängen, haben zehn Schulen aus dem IHK-Bezirk Frankfurt am Main im Unterricht herausgefunden. Schülerinnen und Schüler erarbeiteten im Fach Politik und Wirtschaft die Ursachen, Hintergründe und Szenarien eines möglichen großräumigen Stromausfalls und diskutierten mit Politikern, Unternehmern und Energieversorgern darüber. Die Gymnasiasten entwickelten Maßnahmen und Lösungsansätze, wie sich Unternehmen auf einen Stromausfall vorbereiten können und im Fall eines Blackouts ihre Wettbewerbsfähigkeit am besten sichern.

 

Unter dem Titel „SOS – Skyline ohne Strom“ bringt die IHK die Fachkräfte von morgen in den Dialog mit Industrie und Politik. Alle kreativen Ergebnisse dieser Workshop-Reihe werden heute auf der Abschlussveranstaltung vorgestellt und prämiert.

 

Die zehn beteiligten Schulen sind die Altkönigschule Kronberg, das Taunusgymnasium Königstein, das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, die Otto-Hahn-Schule Frankfurt, die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn, die Bettinaschule Frankfurt, die Ernst-Reuter-Schule Frankfurt, die Anna-Schmidt-Schule Frankfurt, die Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach und die Feldbergschule Oberursel.

 

Anlass der Schuloffensive ist die zunehmende Versorgungsunsicherheit, die sich in häufiger und länger auftretenden Stromausfällen ausdrückt. Dass die IHK Frankfurt mit dem Projekt „einen Nerv getroffen hat“, weiß Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt: „Für das Rhein-Main-Gebiet wären die wirtschaftlichen Folgen eines Blackouts dramatisch. Da Energieversorgung in erster Linie ein regionales Thema ist, bin ich besonders stolz, so viele Schulen und Unterstützer aus der Rhein-Main-Region für dieses Projekt gewinnen zu können und freue mich sehr über das Engagement.“

 

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