Verantwortung zeigen – Integration stärken: Resolution der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main zu den aktuellen Asyl-Herausforderungen

12.10.2015

 

Angesichts der Herausforderungen, die sich mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen stellen, hat die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) eine Resolution „Verantwortung zeigen – Integration stärken“ beschlossen. Die positive Grundstimmung bei der Aufnahme der Flüchtlinge in der Bevölkerung müsse erhalten und im Hinblick auf die erforderliche Integration ausgebaut und in organisatorisch geordnete Bahnen gelenkt werden, heißt es in der Resolution. Die Wirtschaft sei in besonderer Weise gefordert, da sie Ausbildungs- und Arbeitsstellen zur Verfügung stellen kann.

 

Dabei werden von der Politik geeignete Rahmenbedingungen gefordert. Zu den wesentlichen Forderungen gehören, das Asylverfahren insgesamt zu beschleunigen, denn lange Wartezeiten stellen alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Zudem brauchen Auszubildende und Unternehmen Rechtsicherheit hinsichtlich ihres Engagements in der Ausbildung. Geduldete Ausländer, die eine Ausbildungsstelle in Deutschland gefunden haben, sollen ihre Ausbildung auch abschließen können. Die IHK Frankfurt plädiert dafür, eine befristete Arbeitserlaubnis für eine zweijährige Anschlussbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb zu erteilen (3+2-Regelung).
Den Text der Resolution finden Sie hier:
www.frankfurt-main.ihk.de/integration_staerken.

 

Die Vollversammlung begrüßte zugleich die Gründung einer Gemeinschaftsinitiative der Frankfurter Wirtschaft, die in den nächsten Wochen ein nachhaltiges Konzept zur Heranführung von jugendlichen Flüchtlingen an das Arbeitsleben entwickeln will. Dabei sollen die Jugendlichen während ihrer Deutschkurse in Berufsschulen schon verschiedene typische Berufe in den Unternehmen kennen lernen und Praktika absolvieren. Unter Mitwirkung zahlreicher großer Firmen, der IHK Frankfurt und vieler anderer Einrichtungen soll das Konzept sicherstellen, dass die Jugendlichen fit werden für den Berufseintritt im September 2016.

 

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