Verzögerungen beim Bau des Riederwaldtunnels fatal für die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain

05.11.2015

Für die seit Jahrzehnten auf den Riederwaldtunnel wartenden betroffenen Anwohner, Pendler und Gewerbetreibenden ist die Nachricht von Wirtschafts- und Verkehrsminister Al Wazir, dass sich der Baubeginn des Tunnels aufgrund der neuen Einwohnerprognosen der Stadt Frankfurt auf 2018 verschieben werde, ein herber Rückschlag.

 

„Eine weitere Verzögerung des Baubeginns ist für die regionale Wirtschaft nicht hinnehmbar“, sagte Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer der Abteilung Standortpolitik der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. „Es ist seit langem bekannt, dass die dramatische Verkehrssituation für mehrere tausend Frankfurter, Pendler und Unternehmen im Osten der Stadt kein tragbarer Zustand ist. Daher wäre es unverantwortlich, wenn durch die erneuten Planungen das Gesamtprojekt ein weiteres Mal verzögert würde“, so Dr. Theiss weiter.

 

Zurzeit verkehren täglich rund 24.000 Fahrzeuge auf der Straße „Am Erlenbruch" im Frankfurter Osten. Die Kapazitätsgrenze der Straße ist seit Langem erreicht und die Belastung ist nicht nur für die anliegenden Wohngebiete zu hoch. Den Unternehmen entsteht immenser Schaden, weil ihnen durch die langen Staus jegliche zeitliche Planungssicherheit bezüglich Lieferfristen und Terminverlässlichkeiten genommen werden.

 

Die einzige Alternativstrecke zu den Gewerbegebieten im Frankfurter Osten, die Hanauer Landstraße, ist ebenso überlastet. Hinzu kommt die katastrophale Verkehrslage am Ratswegkreisel, der ein weiteres Nadelöhr in die Stadt darstellt.

 

Auch hier ist dringender Handlungsbedarf angezeigt. Zum Beispiel könnte die ostseitige Verlängerung der parallel zur Hanauer Landstraße verlaufenden Ferdinand-Happ-Straße die Hanauer Landstraße an dieser Stelle entlasten und den West-Ost Verkehr am Ratswegkreisel vorbeiführen.

 

Die IHK Frankfurt fordert die hessische Landesregierung auf, alles daran zu setzen, um Planungs- und Bauhemmnisse zügig zu beseitigen, damit der Tunnel wie vorgesehen fertiggestellt werden kann. Von der Stadt Frankfurt fordert die IHK, endlich ein Konzept für die zeitnahe und realistische Verkehrslösung zur Entlastung der Hanauer Landstraße und den Umbau des Ratswegkreisels vorzulegen.

 

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