Exzellente Absolventen erhalten Hans-Messer-Preis: Sichere Kurznachrichten und Fundraising-Konzepte für NPOs

04.02.2016

 

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) hat zwei Absolventen der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) den Hans-Messer-Preis 2015 verliehen. Die beiden Preisträger erhalten die Auszeichnung als Anerkennung für ihre herausragenden Studien- und Prüfungsleistungen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 6.000 Euro und geht zu gleichen Teilen an die beiden Preisträger.

 

„Mit dem Hans-Messer-Preis will die IHK Frankfurt nicht nur die guten Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und der Wirtschaft vertiefen“, betonte Prof. Dr. Wolfram Wrabetz, stellvertretender Präsident der IHK Frankfurt am Main, bei der Preisverleihung. „Indem wir besonders praxisorientierte Arbeiten auszeichnen, wollen wir auch zeigen, dass Wissenschaft und Wirtschaft voneinander profitieren. Wissenschaft ist keine graue Theorie, sondern der Innovationsmotor für die Unternehmen“, ergänzte Prof. Dr. Wrabetz. Deshalb müsse das traditionell enge Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft in der Metropolregion FrankfurtRheinMain noch weiter ausgebaut werden.

 

Royce Lanson Pinto entwickelte im Rahmen seiner Master-Arbeit beim Softwareunternehmen SAP SE eine neue Verschlüsselungsmöglichkeit für Kurznachrichtendienste (instant messaging [IM] applications) und testete diese an einem neuen Kurznachrichtendienst der SAP. Pinto ging von der Frage aus, wie IM-Kommunikation besser gesichert werden könnte, wenn weder der Kommunikationskanal (das Internet) noch der Server, über den die Nachrichten laufen, völlig sicher vor Fremdeinwirkung sind. Hierzu sammelte er vier Voraussetzungen (sichere Authentifikation, Vertraulichkeit der Nachrichten, Geheimhaltung der Verschlüsselung selbst bei Abfangen der Nachricht und Verbindlichkeit der Nachricht anhand Digitaler Signaturen), die für eine sichere Kommunikation erfüllt werden müssen, und setzte diese in einer eigenen Softwarelösung um. Die von Pinto entwickelte Software, welche mit dem IM-Dienst SAP Wire getestet wurde, bietet einen unkomplizierten Benutzerzugang mit höchstmöglicher Sicherheit der Kommunikation. Die Master-Arbeit Pintos wurde betreut von Prof. Dr. Christian Baun und Prof. Dr. Matthias Deegener von der Frankfurt UAS sowie von Dr. Michael Spahn, Senior Researcher bei SAP Research CEC Darmstadt, dem SAP-Forschungszentrum in Darmstadt.

 

Christian Drumm beschäftigte sich in seiner Bachelor-Arbeit bei der Non-Profit-Organisation (NPO) Luftfahrt ohne Grenzen e.V. mit der Entwicklung eines Fundraising-Konzeptes mit dem Fokus auf der Akquise von Groß- und Erbschaftsspendern (Legatspender). Drumm entwickelte in der Arbeit mehrere Vorschläge, darunter die Einrichtung einer spezifischen Stelle für Fundraising: Insbesondere die Gruppe der Groß- und Legatspender erfordert klar strukturierte Spenderentwicklungs- und Spenderbindungsmaßnahmen, die durch feste Ansprechpartner/-innen koordiniert werden sollten. Weitere konkrete Konzepte Drumms befassten sich mit verbesserter Recherchearbeit zur Identifikation möglicher Großspender, der Einrichtung einer Spenderdatenbank sowie der Wichtigkeit persönlicher Kommunikation. Die Bachelor-Arbeit wurde von Prof. Dr. Angelika Wiltinger von der Frankfurt UAS und Dipl. Kfm. Felix Groh von Luftfahrt ohne Grenzen e.V. betreut.

 

Der Preis wird jährlich zu Ehren des langjährigen IHK-Präsidenten und Ehrenpräsidenten Dr. Hans Messer vergeben. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der 19. Hans-Messer-Lecture. Festvortragender war Alexander Möller, Mitglied der Geschäftsführung ADAC e.V. München. Er sprach zum Thema „Compliance – Gegen die Kulturfeindlichkeit oder Korruptionsbekämpfung?“.

 

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