Jedes zweite hessische Industrieunternehmen plant Auslandsinvestitionen

08.03.2016

 

Mehr als jedes zweite hessische Industrieunternehmen plant in den kommenden Monaten Investitionen im Ausland. Der Euroraum bleibt Zielregion Nummer eins, zwei Drittel der Unternehmen wollen dort aktiv werden, geht aus der aktuellen Konjunktur-Umfrage der IHK-Organisation hervor. Dagegen verliert China an Attraktivität: Während vor einem Jahr noch 37 Prozent der Betriebe China als Investitionsstandort nannten, sind es aktuell nur noch 27 Prozent. Das Interesse an Investitionen in Russland, der Türkei und weiteren ost- und südosteuropäischen Länder nimmt bereits seit einigen Jahren spürbar ab. 2013 hatte noch jedes dritte Unternehmen diese Länder für Investitionen auf dem Schirm. Seit 2015 sind es kontinuierlich nur noch 17 Prozent der Unternehmen. Großer Gewinner im aktuellen Ranking der attraktivsten Investitionsstandorte im Ausland ist Nordamerika: Aktuell planen 28 Prozent der hessischen Industriebetriebe dort zu investieren, 2014 waren es nur 19 Prozent.

 

Gefragt nach der Art der Auslandsinvestition nennen 52 Prozent der Betriebe den Aufbau von Vertriebs- und Kundendienststrukturen.
26 Prozent der Unternehmen wollen Produktionsstätten zur Markterschließung errichten und für 22 Prozent steht die Verringerung von Produktionskosten im Mittelpunkt ihrer Auslandsinvestitionen. „Die im europäischen Vergleich überdurchschnittlichen Strompreise und hohe Personalkosten gefährden das ohnehin schwierige Investitionsklima in Deutschland zusätzlich“, sagt Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. Energieintensive Produktionsstätten würden immer häufiger ins Ausland verlagert. „Um diesem Trend entgegen-zusteuern, sind weitere Anpassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die Entlastung der Unternehmen dringend erforderlich“, so Gräßle weiter.

 

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