"Bytes und Bembel" - Hessen muss digital beschleunigen

08.03.2016

 

Wirtschaft und Verwaltung in Hessen müssen nach Ansicht der hessischen Industrie- und Handelskammern bei der Digitalisierung einen Gang höher schalten. „Die Vorhaben der hessischen Landesregierung für ein digitales Hessen begrüßen wir, erwarten aber in einigen wichtigen Handlungsfeldern noch stärkere Impulse", sagte Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), anlässlich der Regierungserklärung „Digitales Hessen: Intelligent. Vernetzt. Für Alle" von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir im Landtag. Positiv sei insbesondere der Anschluss aller Schulen an ein leistungsstarkes Breitband-Netz zu bewerten, die Schaffung von Studiengängen zur digitalen Transformation, die Unterstützung von Betrieben bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, die Errichtung von Lernfabriken und Demonstrationszentren, die Förderung der Forschung für eine höhere Datensicherheit im Netz sowie von Innovationsprojekten im Gesundheitssektor. „Allerdings sind aus unserer Sicht die Bereiche Verkehr und Energie, in denen die Digitalisierung schnell Kostenvorteile für die Allgemeinheit bringen könnte, im Programm der Landesregierung noch zu wenig profiliert." Insbesondere sollten die Wirtschaftsstandorte in der Fläche des Landes stärker in den Fokus der Überlegungen gestellt werden, sagte Gräßle. Auch die technische Ausstattung der Berufsschulen müsse mit der Digitalisierung der Berufe mitwachsen.

 

Bei der Innovationsförderung sei es ratsam, das bereits stark verdichtete Anwendungszentrum Darmstadt weiter auszubauen. Daneben sei die Unterstützung des Finanzplatzes Frankfurt durch ein Fintech-Zentrum ein wichtiges Zeichen, zumal sich das Land hier auch mit der Rolle des Impulsgebers begnügt. Schließlich liegt es vor allem bei den Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und Verbänden, die Digitalisierung zum Erfolg zu führen.

 

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