Internationale Standortmarketing-Gesellschaft stärkt FrankfurtRheinMain

06.04.2016

 

Die Arbeit der international tätigen Standortmarketing-Gesellschaft für die Metropolregion, die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, hat in den vergangenen Jahren erfolgreich zur Wirtschaftsentwicklung der Region beigetragen. Dies sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, bei einer Pressekonferenz der Gesellschaft am Mittwoch. In den mehr als zehn Jahren ihres Bestehens haben sich rund 800 internationale Unternehmen in der Region angesiedelt.

 


Mit den internationalen Ansiedlungen konnten die Abwanderungen von anderen Firmen und die Folgen der Finanzkrise mehr als wettgemacht werden. Dass der Standort sich seit einigen Jahren in einem anhaltenden Aufschwung befindet, unterlegte der IHK-Präsident mit zahlreichen Indikatoren. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in FrankfurtRheinMain ist von 2004 bis 2014 um knapp 250.000 Personen gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um 13 Prozent. Der Beschäftigungsaufbau findet auf breiter Basis statt: Der Dienstleistungsbereich konnte überproportional expandieren, aber Branchen wie das Baugewerbe oder der Bereich Verkehr und Lagerei konnten um über zehn Prozent zulegen.

 


Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind in der Region immer öfter gefragt. Allein in Frankfurt am Main arbeiten über 110.000 Beschäftigte mit einem Hoch- oder Fachhochschulabschluss – fast ein Viertel mehr als vor drei Jahren. Die Zahl der Arbeitslosen in FrankfurtRheinMain ist innerhalb von zehn Jahren um mehr als 90.000 Personen zurückgegangen – ein Rückgang um knapp 40 Prozent. Die Zahl der IHK-zugehörigen Unternehmen in der Region ist von 2005 bis 2015 um mehr als 50.000 Unternehmen (von rund 350.000 Unternehmen auf über 400.000 Unternehmen) gestiegen.
Die gute wirtschaftliche Entwicklung hat sich auch auf das Wachstum der Steuereinnahmen der Kommunen positiv ausgewirkt. Die Steuereinnahmen der Mitgliedskommunen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain lagen 2013 mit rund 3,6 Mrd. Euro um ein Drittel höher als 2005 (rund 2,7 Mrd. Euro). Die Gewerbesteuer macht einen hohen Anteil an den Gesamtsteuereinnahmen aus – in vielen Kommunen im Kern der Metropolregion sind es über 70 Prozent.

 


Die internationalen Ansiedlungen spielen in der Gesamtbilanz ebenfalls eine Rolle. „Die Metropolregion FRM ist ohne Frage attraktiv, für ansässige Unternehmen wie auch für global tätige Firmen“, sagte Prof. Dr. Müller. 13 Prozent der IHK-zugehörigen Unternehmen haben einen internationalen Hintergrund. Ein ganz entscheidender Standortfaktor ist für internationale Firmen die Leistungsfähigkeit des Frankfurter Flughafens. Dies zeigte sich zuletzt in einer von der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) durchgeführten Umfrage, nach der 29 Prozent der ausländischen Unternehmen, die in Hessen investiert haben, dies insbesondere aufgrund des Frankfurter Flughafen getan haben.

 


„Der Erhalt der Leistungsfähigkeit des Flughafens ist für die weitere wirtschaftliche Prosperität unserer Region und auch für die weiteren Ansiedlungserfolge der FRM-Marketing-Gesellschaft entscheidend.“ Direkt mit dem Flughafen verbunden ist die hohe Konzentration von Unternehmenszentralen für Deutschland bzw. Europa. Diese Zentralen haben nicht nur eine Ankerfunktion für das Geschäft der jeweiligen ausländischen Firmen, sondern auch eine Rolle als Brückenköpfe zum hiesigen Mittelstand wegen der Zulieferungen von heimischen Betrieben.
Umgekehrt haben sich die hessischen Mittelständler stärker international ausgerichtet als in den meisten anderen Regionen in Deutschland. Mit einem Anteil des Auslandsumsatzes von 52 Prozent am Gesamtumsatz erreicht Hessen eine für Deutschland überdurchschnittliche Exportquote. „Diese Exportstärke kann man auch verstehen als regionale Dividende der globalen Integration unserer Unternehmen“, sagte Prof. Dr. Müller.
Nicht zu unterschätzen ist aus seiner Sicht auch die positive Rolle der Marketing-Gesellschaft für die regionalpolitische Integration. „Der Organismus FRM lebt, er entfaltet Sogwirkung auf benachbarte Regionen!“ sagte der IHK-Präsident unter Hinweis auf Kommunen in Rheinland-Pfalz. Natürlich könne die Marketing-Gesellschaft nicht alle regionalen Funktionen abbilden, daher seien weitere Plattformen nötig. Die Wirtschaftskammern der Region treiben zusammen mit dem Regionalverband und der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain weitere Handlungsfelder für das Zusammenwachsen der Region voran. Darüber werde am „Tag der Metropolregion“ am 17. Mai 2016 in einer öffentlichen Veranstaltung in der IHK Frankfurt weiter beraten werden.

 


Der IHK-Präsident erwähnte in dem Zusammenhang auch die parallel stattfindenden Planungen auf Ebene der vier Landesregierungen von Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Es sei sehr positiv, dass die Landesregierungen, in denen die Metropolregion FrankfurtRheinMain entweder den wirtschaftlichen Kern darstellt oder eine wichtige standortpolitische Rolle spielt, bereit seien, sich ebenfalls für die Entwicklung von standortpolitischen Projekten zur regionalen Zusammenarbeit engagieren wollten.

 

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