Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft für berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt Rhein-Main (BIFF)

19.05.2016

 

Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main haben gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der Arbeitsagentur ein Programm zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung entwickelt. Die ersten 150 jungen Menschen haben eine Berufsorientierung in den Unternehmen durchlaufen. Bei einem Pressegespräch am 19. Mai haben die Beteiligten über ihre Erfahrungen berichtet.

 

Im März und April haben die beteiligten Unternehmen für rund 150 Flüchtlinge eine Phase der Berufsorientierung mit Praktikumstagen veranstaltet. Mit Betriebs-besuchen, in Berufe-Camps und in Werkstätten haben die jungen Menschen einen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt erhalten und in praktischen Aufgaben und an Werkstücken ihre Fertigkeiten und ihre Motivation testen können. Zu den angebotenen Berufsfeldern gehören Elektro, Metall und Mechatronik, Garten- und Landschaftsbau, Facility Management, Berufskraftfahrer, Schutz und Sicherheit, Küche, Chemie, Lebensmitteltechnik, Logistik sowie weitere kaufmännische Berufe. An diesen Praktikumstagen wurde ein umfassendes Bild über die angebotenen Ausbildungsberufe und weitere Beschäftigungsmöglichkeiten vermittelt.

 

Nach dieser ersten Orientierung für den weiteren beruflichen Weg setzen 80 Teilnehmer das Auswahlverfahren bei der Arbeitsagentur und ihr Bewerbungs-verfahren bei den beteiligten Unternehmen fort. Weitere 30 Teilnehmer vertiefen weiter ihre Sprachkenntnisse an den Schulen. Darüber hinaus werden 20 Teilnehmer ihre Berufsorientierung in Maßnahmen der Arbeitsagentur vertiefen. Sechs Teilnehmer haben inzwischen schon einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz gefunden.

 

Die beteiligten Unternehmen bereiten sich nun auf die zweite Phase der betrieblichen Praktika vor. Sie hoffen, möglichst viele der 80 ausgewählten Teilnehmer in ein Praktikum zur Einstiegsqualifizierung, direkt in eine Berufsausbildung oder auf einen Arbeitsplatz übernehmen zu können.

 

Parallel dazu soll Sprachförderung durch die Arbeitsagentur stattfinden. Diejenigen, die im Herbst die Qualifizierungsmaßnahme beginnen, sollen im Sommer 2017 in eine dritte Phase, nämlich in Berufsausbildung oder in eine reguläre Beschäftigung, übergehen.

 

Die Initiatoren sind der Überzeugung, dass gesellschaftliche Teilhabe und Integration vor allem mit einer existenzsichernden Beschäftigung zu erreichen sind. Die Unternehmen sehen in der Zuwanderung von Flüchtlingen auch eine Chance für den Fachkräftebedarf der Region. Das Programm hebt sich von anderen Projekten für Flüchtlinge ab, da es von den Unternehmen selbst konzipiert und finanziert wird. Zudem fand die Berufsorientierung in den Unternehmen selbst und unter Beteiligung der eigenen Mitarbeiter statt. Dabei lernen die Flüchtlinge die Angebote aus erster Hand kennen.

 

Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, soll das Programm mehrere Jahre laufen. Es richtet sich an junge Zuwanderer ab 16 Jahren mit Bleibeperspektive in FrankfurtRheinMain und mindestens einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung.

 

An der Gemeinschaftsinitiative, die unter der Schirmherrschaft von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann steht, wirken die Unternehmen DACHSER, FES, Fraport, Fresenius, Mainova, die Stadt Frankfurt als Arbeitgeber, Stadtwerke Frankfurt am Main, VGF, WISAG, die Arbeitsagentur Frankfurt, die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main sowie die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e. V. mit.

 

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